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Krefeld Pinguine haben nur noch sechs Verteidiger

Eishockey : Mit sechs Verteidigern in die nächsten Wochen

Mark Cundari verlässt die Pinguine – Sportdirektor Matthias Roos schließt einen schnellen Ersatz aus.

Das neue Jahr bringt bei den Krefeld Pinguinen direkt personelle Veränderungen mit sich. Wie der Verein am Donnerstag bestätigte, wurde der Vertrag mit Verteidiger Mark Cundari zum 31. Dezember aufgelöst. Der Kanadier befindet sich bereits auf dem Weg nach Österreich und wechselt mit sofortiger Wirkung in die dortige Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) zum EC VSV nach Villach. Pinguine-Sportdirektor Matthias Roos sagt: „Sein Vermittler hat uns kontaktiert und uns mitgeteilt, dass Mark eine Möglichkeit in Österreich hat und diese gerne wahrnehmen möchte. Wir haben uns ausgetauscht und dem zugestimmt.“

Am Freitag geht’s
gegen Schwenningen

Der 29-jährige Cundari kam erst vor der Saison aus Berlin nach Krefeld und hatte besonders anfangs mit Verletzungen zu kämpfen. Insgesamt kam Cundari auf 23 Einsätze, in denen er ein Tor und sieben Vorlagen erzielte. Neben Cundari könnte auch Torhüter Dimitri Pätzold noch in dieser Saison den Arbeitgeber wechseln. Der Torwart, dessen Familie in Bayern lebt, liebäugelt mit einem Wechsel in die Heimat, laut der Eishockeynews ist der EV Landshut an einer Verpflichtung des 36-Jährigen interessiert. Auf Nachfrage konnte Roos einen Wechsel nicht bestätigen. Nach dem Abgang von Cundari fürchten die Fans der Pinguine nun eine ähnliche Spielerflucht wie schon in den vergangenen Jahren. Diese schloss Roos aber aus, sprach bei Cundari von einem „Einzelfall“. Die Pinguine werden somit mit sechs Verteidigern in das Duell am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Schwenninger Wild Wings gehen.

Eine schnelle Ersatz-Verpflichtung wird es nach Roos erst einmal nicht geben. Im Fokus steht ohnehin die Gesellschafterversammlung am Donnerstag, 9. Januar, denn ohne ein Ergebnis dort bleibt die klamme Kasse der Pinguine ohnehin zu.

Zuletzt spielte Cundari an der Seite von Kapitän Torsten Ankert, Mike Schmitz bekam als Verteidiger Nummer sieben zuletzt aber bereits mehr Eiszeit und machte zudem mit zwei Toren auf sich aufmerksam. Ob Schmitz nun im Eins-zu-eins-Tausch Cundari ersetzt und mit Ankert ein Duo bildet oder Trainer Pierre Beaulieu die Verteidigerpaare ändern wird, ist noch nicht klar. Klar ist jedoch, dass Travis Ewanyk mit einer Oberkörperverletzung weiter passen muss, auch Pätzold fehlt krankheitsbedingt. Derweil macht Kai Hospelt nach seinem Knöchelbruch Fortschritte und trainiert schon wieder im Kraftraum. Nach einer Kontrolluntersuchung am Donnerstag bekommt der Angreifer nun einen Spezialschuh, wie ihn zuletzt auch Martin Schymainski trug. Die zuletzt angeschlagenen Niklas Postel und Jussi Rynnäs haben sich vor dem Duell gegen Schwenningen wieder fit gemeldet. Bei einer Niederlage im direkten Aufeinandertreffen sowie einem Iserlohner Sieg in Mannheim könnten die Pinguine auf den letzten Tabellenplatz zurückfallen.