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Krefeld Pinguine gehen mit Ruhe ins Derby gegen die Düsseldorfer EG

Eishockey : Mit aller Ruhe ins Derby gegen die DEG

Am Sonntag kommt es bereits zum dritten Mal in dieser Saison zum Straßenbahnderby der Clubs. In der Serie steht es 1:1. Pinguine-Trainer Clark Donatelli hat bei seinem Team zuletzt eine positive Entwicklung gesehen.

Es braucht Zeit. Nicht alles geht von heute auf morgen. Das weiß der Trainer der Krefeld Pinguine, Clark Donatelli, ganz genau. Nach zwei guten Spielen bei den Kölner Haien war seine Mannschaft am Donnerstagabend bei den Grizzlys Wolfsburg chancenlos, verlor mit 2:5-Toren. Die Niedersachsen fuhren ihren neunten Sieg in Serie ein und befinden sich seit Wochen in absoluter Top-Form. Dass die Pinguine in ihrem Entwicklungsprozess so ein Spiel dann auch mal verlieren können, gehört dazu, sagt Donatelli: „Sie sind ein sehr gutes Team und waren besser, das muss man anerkennen. Mir hat aber gefallen, wie wir gearbeitet haben, zurückgekommen sind und ich denke, dass wir auch viele Dinge gut gemacht haben.“

Donatelli hofft, dass sich das Powerplay weiter gut entwickelt

Dabei nahm der Trainer auch seinen jungen Torhüter Nikita Quapp in Schutz, der nach seiner Glanzperformance in Köln gegen die Wolfsburger bei zwei Gegentoren nicht gut aussah. „Das zweite Tor ging auf seine Kappe, aber mir gefiel, wie er sich danach wieder aufgerichtet hat und weiter gemacht hat.“ Stürmer Laurin Braun stand seinem Schlussmann schon gestern nach Spielende bei, sagte: „Er wurde von der Mannschaft im Stich gelassen. Am Anfang musste er viel machen, da passieren Fehler. Das ist nicht schlimm, weil er noch jung ist.“ Ob Quapp im Derby gegen die Düsseldorfer EG am Sonntag (14.30 Uhr) erneut im Tor stehen wird, ließ Donatelli am Freitag noch offen: „Er ist jung, aber wir haben viel Vertrauen in ihn. Ich glaube schon, dass er dafür bereit ist, mehrere Spiele am Stück spielen zu können.“

Angesichts des dichten Spielrhythmus’ erscheint aber auch ein Wechsel auf Marvin Cüpper vor dem dritten Straßenbahnderby der Saison realistisch. Das erste Duell gewannen die Pinguine Anfang Februar überraschend mit 3:1, nur vier Tage später folgte bereits die Revanche, als die Düsseldorfer im heimischen ISS Dome mit 3:0 gewannen. Knapp einen Monat später findet Spiel Nummer drei nun in Krefeld statt und die Pinguine blicken dem ersten Heimderby zuversichtlich entgegen. Donatelli: „Wir hatten jetzt drei Auswärtsspiele in Serie und freuen uns deshalb wieder ein Heimspiel zu haben. Düsseldorf ist ein gutes Team, sie spielen sehr physisch und werden bereit sein. Es wird ein gutes Spiel.“ Dabei hofft Donatelli auch, dass sich die stark ansteigende Formkurve im Powerplay-Spiel seiner Mannschaft fortsetzt.

Die anfängliche Überzahl-Schwäche machte der Kanadier bereits zu einer Stärke: Die Pinguine haben in fünf Spielen in Folge im Powerplay getroffen und dabei ganze acht Überzahltore gemacht. Donatelli lässt seine Spieler mit viel Tempo ins Drittel fahren, durch eine bessere Ordnung kommt die Formation schneller zustande. Änderungen, die auch beim DEG-Sportdirektor Niki Mondt nicht unentdeckt blieben: „Krefeld zeigt sich seit dem Trainerwechsel mit einem anderen Gesicht, was wir auch schon erlebt haben. Wir wissen, dass wir sehr konzentriert und engagiert spielen müssen, um die Punkte einzufahren“, sagt Mondt, dessen Düsseldorfer sich seit einigen Spielen auf einer Berg- und Talfahrt befinden. Erfolg und Misserfolg liegen eng beieinander, zuletzt kassierte das Team von Trainer Harold Kreis zwei Pleiten gegen die Iserlohn Roosters. In der Tabelle der Gruppe Nord rückten die Sauerländer an Düsseldorf heran – beide Teams liegen zum Ende der Hinrunde punktgleich auf den Plätzen vier und fünf.