Krefeld Pinguine gehen mit nächster Derby-Pleite in die Weihnachtstage

Eishockey : Krefeld Pinguine gehen mit nächster Derby-Pleite in die Weihnachtstage

Die Krefeld Pinguine verlieren nach dem Duell gegen die DEG auch bei den Kölner Haien – mit 0:3. Es war die sechste Niederlage in Serie für das Reid-Team.

Die Pinguine gehen mit sechs Niederlagen in Serie in die Weihnachtstage. Am Sonntagnachmittag unterlagen die Schwarz-Gelben mit 0:3 in Köln. Das einstige Sechs-Punkte-Polster auf die Nicht-Play-off-Plätze ist längst aufgebraucht, war auf einen Zähler zusammengeschrumpft. Konkurrent Iserlohn verlor in Schwenningen mit 3:4, Nürnberg führte zwar 3:0 bei Tabellenführer Mannheim, musste sich dann aber doch 3:4 geschlagen geben. Die Krefelder verbringen das Weihnachtsfest daher auf Platz zehn.

Für die Krefeld Pinguine werden es keine besinnlichen Weihnachtsfeiertage. Zu sehr werden sie über die jüngste Niederlagenserie grübeln. Beim Spiel in Köln kam für die Krefelder wieder einmal einiges zusammen. Trotz solider Defensivarbeit gerieten sie in Rückstand, scheiterten in der Folge an ihrer schwachen Chancenverwertung, bekamen einen Treffer aberkannt und kassierten das zweite, vorentscheidende Gegentor nach einer unnötigen Strafe.

Trainer Brandon Reid ändert
alle vier Sturmreihen

Brandon Reid wirbelte seine Reihen kräftig durcheinander. Der Trainer änderte gegenüber der Heimniederlage gegen Düsseldorf alle vier Sturmreihen. Auch in der Abwehr gab es einen Wechsel, Patrick Seifert spielte an der Seite von Garrett Noonan, James Bettauer rückte in den Sturm. Reid entschied sich für eine Reihe seiner drei besten Scorer: Daniel Pietta lief zusammen mit Jacob Berglund und Chad Costello auf. Die Krefelder konzentrierten sich im ersten Drittel vor allem auf die Defensive. Mit der Konsequenz, dass sie nur sechs harmlose Schüsse auf das Kölner Tor abgaben. Die Haie verbreiteten auch kaum Gefahr vor Dimitri Pätzold, doch einen Fehler der Pinguine nutzten sie zum Führungstreffer. Torsten Ankert verlor den entscheidenden Zweikampf gegen Frederik Tiffels, Jacob Berglund wollte helfen, kam aber zu spät, so dass Felix Schütz vor dem Tor Pätzold die Scheibe durch die Beine schieben konnte (16.).

Patrick Seifert kassiert eine unnötige Zeitstrafe – 0:2

Im Mitteldrittel konnten die Pinguine einige guten Möglichkeiten nicht nutzen. Allen voran Greger Hanson. Der Schwede brachte aus drei Metern den Puck nicht im halbleeren Tor unter (32.). In Unterzahl stürmte Philip Riefers alleine auf Gustaf Wesslau zu, verlud den Torhüter, traf mit der Rückhand aber nur den Pfosten (35.).

Zu Beginn des letzten Drttels brachte Samson Mahbod einen Nachschuss im Tor unter, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer nicht an – Kirill Kabanov hatte Wesslau im Torraum behindert (43.). Drei Minuten später schoss Patrick Seifert unbedrängt den Puck auf die Tribüne. Mit Folgen, denn Jason Akeson nutzte das Powerplay zum zweiten Kölner Treffer (46.). Die Pinguine hatten die Möglichkeit auf den Anschluss, als sie für 98 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis standen. Das Überzahlspiel war aber bezeichnend für die aktuelle Lage. Zu wenig Bewegung und nur zwei Fernschüsse von Phillip Bruggisser (55.). Als Pätzold zugunsten eines sechsten Feldspielers seinen Kasten verlassen hatte, traf Ryan Jones 57 Sekunden vor Spielende zum Endstand.

Wollen diePinguine im Play-off-Rennen bleiben, sollten sie schon am zweiten Weihnachtstag (16.30 Uhr) gegen die starken Augsburger Panther ihre Niederlagenserie beenden.

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