Krefeld Pinguine entzaubern die Kölner Haie

Eishockey : Krefeld Pinguine entzaubern die Kölner Haie

Die Krefeld Pinguine feierten am Montagabend gegen die Kölner Haie den zweiten Sieg in Folge. Das Mitteldrittel begann mit der unschönsten Szene des Spiels.

Die Krefeld Pinguine gewinnen in Köln mit 3:1 – es wären sogar noch mehr Treffer drin gewesen. Die Mannschaft von Pierre Beaulieu war über weite Strecken den harmlosen Kölner dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung überlegen. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre ein deutlicherer Sieg möglich gewesen.

Die Krefelder fanden nach dem zusätzlichen Tag Pause besser ins Spiel. Durch die Auftritte der Ehrlich Brothers am Wochenende in der Kölner Arena konnten sie erst am Montag zum dritten Saisonduell gegen die Haie antreten und boten ein starkes erstes Drittel. In der Defensive standen sie kompakt, Jussi Rynnäs hatte bei den Kölner Torschüssen fast immer freie Sicht.

Nur ein einziges Mal patzte die Defensive, Kevin Gagné war Besse enteilt und tauchte alleine vor Rynnäs auf, doch der Finne parierte (9.). Die Krefelder hatten die besseren Gelegenheiten. Bei einer angezeigten Strafe schoss Pietta den Puck über das Tor von Hannibal Weitzmann (12.). Auch Vinny Saponari und Chad Costello (beide 18.) brachten die Scheibe nicht über die Torlinie. Der Einsatz des erkrankten Costello war fraglich, doch der Topscorer gab vor dem Spiel grünes Licht.

Unschöne Szene zu Beginn des zweiten Drittels

Das Mitteldrittel begann mit der unschönsten Szene des Spiels. Müller streckte Besse mit einem Check gegen den Kopf nieder. Besse konnte den Kölner nicht kommen sehen, der Ex-Pinguin erwischte den Torjäger mit der Schulter.

Der Krefelder konnte sich erst nach einigen Sekunden aufrappeln, wirkte jedoch benommen und musste in die Kabine. Er konnte das Spiel nicht fortsetzen. Müller wurde von den Schiedsrichtern für den unfairen Check vorzeitig unter die Dusche geschickt (23.).

Die Pinguine nutzten das daraus resultierende Überzahlspiel zur Führung. Jeremy Welsh stocherte die Scheibe aus einem Gewühl über die Linie (25.). Die Schwarz-Gelben vergaben zwei Alleingänge um die Führung auszubauen, Pietta (26.) und Jacob Lagacé (30.) scheiterten an Weitzmann. Aus dem Nichts fiel der Kölner Ausgleich. Alexander Oblinger beförderte den Puck nach einem Bandenabpraller ins Netz (32.). Das gab den Haien Auftrieb, sie waren dem zweiten Treffer nahe, doch die Pinguine überstanden die Druckphase bis zur zweiten Pause.

Zu Beginn des letzten Drittels fielen die Schiedsrichter auf eine Schwalbe von Colin Smith herein. Da Costello bereits auf der Strafbank saß, mussten die Pinguine für 94 Sekunden in doppelter Unterzahl antreten, doch auch diese kritischen Momente überstanden sie schadlos (45.).

Drei Minuten später das umgekehrte Bild, die Schwarz-Gelben standen mit einem Spieler mehr auf dem Eis. Als die Strafe gegen Sebastian Uvira gerade abgelaufen war, erzielte Lagacé das 2:1. Nach einem abgefälschten Schuss fiel der Puck dem Kanadier direkt vor den Schläger (48.).

Die Haie drängten auf den Ausgleich, für die Pinguine ergaben sich Konterchancen. Laurin Braun nutzte einer dieser Möglichkeiten zum 3:1. Braun wollte für Martin Schymainski auflegen, doch von der Kufe des Kölners Taylor Aronson segelte der Puck ins Netz (53.).

In der hitzigen Schlussphase konnten sich die Pinguine auf ihren souveränen Torhüter Rynnäs verlassen und freuten sich anschließend über den sechsten Auswärtssieg der Saison. „Wir haben einfach gespielt und hatten viel Zug zum Tor. Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel sehen und werden versuchen jedes zu gewinnen“, sagte Laurin Braun nach dem Spiel.