Krefeld Pinguine drehen verrücktes Spiel gegen Iserlohn

KEV vs. Iserlohn : Pinguine drehen verrücktes Spiel gegen Iserlohn

Die Krefeld Pinguine besiegen Iserlohn nach Verlängerung. Jacob Berglund trifft dreifach. Nur 4065 Zuschauer sehen das Spiel.

Erster Saisonsieg für die Krefeld Pinguine! Die Mannschaft von Brandon Reid besiegt die Iserlohn Roosters mit 6:5 nach Verlängerung. Matchwinner war Neuzugang Jacob Berglund, der in der Overtime seinen dritten Treffer des Abends erzielte.

Der Torschütze des umjubelten Siegtreffers war nach dem Spiel erleichtert: „Wir haben auch nach dem 2:4 an uns geglaubt und uns den ersten Saisonsieg verdient“ sagte Berglund. Der Schwede setzte den Schlusspunkt unter eine turbulente Begegnung.

Schwarz-Gelb geht nach 51 Sekunden in Führung

Bereits nach nur 51 Sekunden hatte ebenfalls Berglund den Torreigen mit seinem ersten Saisontreffer eröffnet. Zuvor hatten die Anhänger der Pinguine mit einem Banner bei Dieter Berten für seine langjährige Unterstützung bedankt. Berten war 23 Jahre Gesellschafter der Pinguine und hatte sich vor zwei Wochen entschieden, seine Anteile an Mikhail Ponomarev abzugeben, dem Präsidenten und Geldber des KFC Uerdingen.

Dass die Krefelder trotz der schnellen Führung mit einem Rückstand in die erste Pause gingen, lag abermals an zwei individuellen Fehlern. Christopher Fischer (5.) und Marko Friedrich (14.) drehten das Spiel nach 20 Minuten. Für das bisher erfolglose Powerplay der Krefelder hatte sich Reid für eine neue Formation entschieden. Im zweiten Überzahlblock standen gleich fünf Stürmer auf dem Eis. Einer der fünf war der Schwede Greger Hanson, der bei seinem ersten Saisoneinsatz zwar engagiert aber glücklos agierte.

Costello antwortet nur 15 Sekunden nach Camaros Treffer

Turbulent wurde es im zweiten Drittel. Anthony Camaro traf zum 1:3, doch Chad Costello antwortete nur 15 Sekunden später mit dem Anschlusstreffer (25.). Nachdem Kevin Schmidt das vierte Tor für Iserlohn erzielt hatte, leistete Verteidiger Dieter Orendorz seiner Mannschaft einen Bärendienst. Er leistete sich einem rüden Check gegen den Kopf von Tim Miller und musste vorzeitig das Eis verlassen. Doch zuvor schnappte sich Travis Ewanyk noch den Iserlohner und blieb im Faustkampf klarer Punktsieger (34.). Miller blutete im Gesicht, kehrte jedoch im letzten Drittel aufs Eis zurück. Im fünfminütigen Überzahlspiel waren die Pinguine doppelt erfolgreich. Mit zwei Spielern mehr auf dem Eis traf Jordan Caron zum 3:4 (37.), Kirill Kabanov sorgte noch im Mittelabschnitt für den Ausgleich (39.).

Das letzte Drittel begann mit einer kalten Dusche, denn nach nur 94 Sekunden lagen die Roosters durch Evan Trupp wieder vorne (42.). Doch die Pinguine hatten an diesem Abend Berglund. Fünf Minuten vor Spielende nutzte er den Arm von Matthias Lange im Iserlohner Tor clever als Bande (55.) und in der Verlängerung schloss er einen Konter eiskalt ab (63.).

Die Erleichterung auf dem Eis und auf den Rängen war riesig. Eine weitere Niederlage hätte wohl schon früh in der Saison für viel Frust rund um die Westparkstraße gesorgt. Für die Schwarz-Gelben gilt es jetzt, den Erfolg am Sonntag zu bestätigen. Um 16.30 Uhr ist Schwenningen zu Gast.

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