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Krefeld Pinguine bauen Kader der Zukunft – auch Mirko Sacher bleibt

Eishockey : Krefeld Pinguine bauen Kader der Zukunft – auch Mirko Sacher bleibt

Mirko Sacher ist der vierte Pinguine-Spieler in kurzer Zeit, der seinen Vertrag bis 2023 an der Westparkstraße verlängert hat.

Jeder Pinguin-Fan kennt sie, die Blitzer des städtischen Ordnungsamtes, die gerne einmal an der Westparkstraße stehen. Tempo 30 gilt auf dem Abschnitt zwischen Vera Beckers und der Kleinewefersstraße. Geblitzt wurden auf dem 400 Meter langen Teilstück unmittelbar vor der Yayla-Arena schon viele. Auch Pinguine-Spieler Mirko Sacher war bereits Leidtragender der Geschwindigkeitskontrollen direkt vor den Eishallen von Krefeld. Nicht auszuschließen, dass es nicht der letzte Vorfall dieser Art war. Denn Sacher hat seinen Vertrag bei den Krefeld Pinguinen um zwei Jahre verlängert. „Es gefällt mir gut in Krefeld. Nach dem doch schwierigen Start wollte ich mir alles erstmal anschauen, doch seitdem Clark Donatelli als Trainer übernommen hat, verbessern wir uns stetig“, sagte der gut gelaunte Eishockeyprofi am Mittwoch an der Seite von Pinguine-Geschäftsführer Sergej Saveljev im Presseraum der Krefeld Pinguine.

Vierte Vertragsverlängerung
in kurzer Zeit bei den Pinguinen

Nach den Vertragsverlängerungen von Alex Blank, Laurin Braun und Leon Niederberger, ist Mirko Sacher bereits der vierte Profi aus dem aktuellen Kader, der einen neuen Zweijahresvertrag an der Westparkstraße erhält. Geschäftsführer Sergej Saveljev sagt über den Verteidiger: „Mirko Sacher hat sich in dieser Saison in unserer Mannschaft etabliert und ist auf und neben dem Eis zu einem Führungsspieler geworden. Er ist ein erfahrener und gestandener DEL-Verteidiger und daher freuen wir uns, weiterhin mit ihm planen und unsere jungen Talente um ihn herum aufbauen zu können.“

Zu 100 Prozent ein Profi sei der im Sommer von den Schwenninger Wild Wings zu den Pinguinen gewechselte Sacher, versichert auch sein Trainer Clark Donatelli. „Er ist wichtig für die Kabine, er hat ein gutes Verhältnis zu den anderen Jungs und ist immer positiv. Auf dem Eis nimmt er für uns eine wichtige Rolle ein.“ In seiner ersten Spielzeit in Krefeld kommt der gebürtige Freiburger bislang auf 16 Einsätze (drei Vorlagen), in seiner Karriere stand der 29-Jährige bereits 231 Mal (14 Tore, 38 Vorlagen) in der Deutschen Eishockey Liga auf dem Eis. Darüber hinaus spielte der 1,80 Meter große Rechtsschütze insgesamt 331 Mal für seinen Heimatverein Freiburg, Schwenningen sowie Dresden in der 2. Liga. Die Zukunft, so betont Sacher, soll aber in Krefeld liegen. „Ich habe ja noch gar nicht so viel gesehen von der Stadt. Corona macht das alles ein bisschen schwierig. Aber im Verein passt alles.“ In der Kabine würde er dabei helfen, den jüngeren Spielern eine Stütze zu sein. „Tom-Eric Bappert oder Maximilian Gläßl sind Jungs, die auch schon mal zu mir kommen oder denen ich einfach Tipps gebe für ihr Spiel auf dem Eis. Die Rolle als Führungsspieler gefällt mir und ich will weiter dort hineinwachsen.“

Bull, Bappert, Quapp und Mass haben ebenfalls lange Verträge

Neben Braun, Niederberger, Blank und Sacher besitzen auch Christian Bull, Nikita Quapp, Philipp Mass und Tom-Eric Bappert Verträge über den Sommer 2021 hinaus bei den Krefeld Pinguinen. Eine mögliche Option zur Vertragsverlängerung gebe es laut Geschäftsführer Sergej Saveljev zudem beim derzeit verletzten Daniil Valitov. „Die kommende Saison hat für uns Priorität, wir wollen so schnell wie möglich unser Team zusammenbauen und haben bereits gute Vertragsabschlüsse gemacht“, so Saveljev. Rund 70 Importspieler habe er zudem bereits auf der Liste, Gespräche mit weiteren Spielern aus dem aktuellen Kader würden zudem anstehen.

Präsentieren können sich die Eishockeyprofis am Donnerstag wieder, wenn es zum Gastspiel nach Wolfsburg geht. Dann wird erneut der erst 18-jährige Nikita Quapp im Tor der Krefelder stehen, zudem soll Artur Tyanulin sein Comeback nach kurzer Verschnaufpause geben. „Er hat richtig gut trainiert und wird sicherlich heiß sein auf das Spiel“, sagte Trainer Donatelli am Mittwoch über seinen russischen Topscorer.