Krefeld Pinguine: KEV: Was der Sieg in Köln bewirken kann

Krefeld Pinguine: KEV: Was der Sieg in Köln bewirken kann

Mit leicht verändertem taktischen Konzept gelingt der Erfolg in der Domstadt - die Pinguine können auch variabler spielen.

Krefeld. Es war ein großes Händeschütteln für Franz-David Fritzmeier. Immerhin hatte er gut ein Jahr bei den Haien an der Bande gestanden, seinem Chef Niklas Sundblad assistiert. Und immer noch habe er gute Kontakte in die Domstadt versicherte der Pinguine-Trainer. Ausgerechnet an alter Wirkungsstätte beendete der 35 Jahre Trainer am Sonntag mit seiner Mannschaft den Auswärtsfluch — im elften Spiel nach seinem Dienstantritt an der Westparkstraße feierte er in der Domstadt mit dem 4:3 den ersten Erfolg auf fremdem Eis.

Sehr zur eigenen und der Freude der zahlreich mitgereisten Fans. Immerhin war Köln für die Pinguine in letzter Zeit alles andere als ein Ort nachhaltigen Erfolges. Der 4:3-Sieg war der erst dritte Sieg in den letzten 14 Spielen in der Domstadt.

Ja, ein bisschen erleichtert sei er. Natürlich. Aber nicht, weil der Auswärtsfluch endlich beseitigt sei, sagt Fritzmeier. „Ich freue mich, weil all das aufgegangen ist, was wir uns für das Spiel vorgenommen hatten.“ Es seien ein paar kleine taktische Änderungen gewesen. Fritzmeier: „Wir haben ein bisschen passiver gespielt, die neutrale Zone dichtgemacht und die Kölner kommen lassen.“ Das alles habe auch dazu gedient, Energie zu sparen. „Wir hatten einen Plan B.“

Ein bisschen war das auch die Konsequenz aus der 2:4-Pleite in Straubing vom Freitag. Fritzmeier: „Die hat mich ziemlich geärgert.“ Weil wieder einmal, wie so oft zuletzt, die spielerische Überlegenheit, diesmal im zweiten Drittel, nicht zu zählbarem Erfolg geführt habe. In Spielen, die eng sind, und davon gibt es für die Pinguine zuhauf in dieser Spielzeit, sind es Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Dazu gehört etwa Tore aus den sich bietenden Chancen zu erzielen und ein gutes Powerplay.

Beides sind die großen Baustellen der Pinguine in dieser Spielzeit. Und so lässt sich denn auch der Erfolg in Köln schnell einordnen. Fritzmeier: „Wir haben vier Tore gemacht. Dann gewinnst Du eben auch.“ Zumal seit seinem Dienstantritt die Anzahl der Gegentore bis auf ein paar Ausreißer deutlich geringer geworden ist. Nach zuletzt zwei Wochenende mit zumindest jeweils einem Sieg formuliert Fritzmeier die Marschroute für die weiteren Spiele: „Wir wollen so viele wie möglich gewinnen.“

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