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Krefeld Pinguine: KEV-Trainer Fritzmeier: „Wir brauchen gute Beine“

Krefeld Pinguine : KEV-Trainer Fritzmeier: „Wir brauchen gute Beine“

Der neue Trainer ist dabei, die Spieler kennenzulernen. Er fordert Qualität und Intensität.

Krefeld. Das war kein Akt besonderer Zuneigung zwischen David Fischer und Norman Hauner. Die beiden hatten gerade Einiges zu klären. Zwischen ihnen. Rauften auf dem Eis, Fischer in der besseren Position. Missverständnisse ausräumen. Franz-David Fritzmeier ließ sie gewähren.

Vermutlich war es dem neuen Trainer der Krefeld Pinguine sogar recht. Reibungspunkte setzen. Klar, das wird er machen, er weiß, wie das geht. Wenn die Spieler selbst in diesen Prozess einsteigen — noch besser. Fischer und Hauner waren am Sonntag schon soweit. Erstes Training auf dem Eis. Dort, wo so Vieles bisher nicht richtig funktionierte. Wie sagte Fritzmeier vor fünf Tagen. „Es hat immer einen Grund, warum man da steht, wo man steht.“

Ja, sie sind Vorletzter in der Tabelle. Wenn der erste Eindruck nicht ganz trügt, sind sie aber dabei, sich zu bewegen. Die Zweikämpfe waren hart, der Schweiß floss, die Beine nach gut 60 Minuten müde. Als dann die ersten das Eis verließen, sagte einer: „Danke, danke, endlich normales Training.“ Es war nicht ganz klar, ob er damit das Ende der trainingsfreien Zeit meinte oder den neuen Chef auf dem Eis. Die WZ sprach nach der ersten Einheit mit Trainer Franz-David Fritzmeier.

Herr Fritzmeier, wie sind Ihre Eindrücke von Spielern und Mannschaft nach der ersten Einheit auf dem Eis?

Franz-David Fritzmeier: Es hat richtig Spaß gemacht. Ich habe großen Einsatz bei allen gesehen. Ich will Qualität und Intensität sehen. Das haben sie alles gebracht. Fürs erste Mal war es sehr gut.

Man konnte den Eindruck haben, einige der Spieler würden sich jetzt über eine Ruhepause im Sauerstoffzelt freuen. Sind alle richtig fit?

Fritzmeier: Wir brauchen für das, was wir spielen wollen, gute Beine. Daran müssen wir arbeiten. Die Intensität wird hoch sein.

Sie haben klare, kurze Anweisungen gegeben — weil Sie die Spieler nicht überstrapazieren wollen mit Worten, sie vielmehr in ihren Stärken auf dem Eis sehen und fördern wollen?

Fritzmeier: Das ist, finde ich, das wichtige am Coachen: Du musst erkennen, wie jeder Spieler ist, wie er tickt. Wir spielen als Team. Jeder muss die Vorgaben beachten. Aber wir wollen die Stärken von jedem nutzen. Und jeder Spieler hat natürlich etwas anderes Besonderes. Aber wir müssen auch an den Schwächen arbeiten. Auf dem Eis gibt es kurze Ansprachen, dann marschieren wir. Sprechen tun wir in der Kabine und bei Videoanalysen.

Am Nachmittag steht noch ein zweites Training an.

Fritzmeier: Da werden wir ein bisschen mehr im taktischen Bereich arbeiten. Jetzt war’s kurz und knackig, damit die Jungs nach den paar freien Tagen wieder reinkommen.