Eishockey: KEV-Niederlage: Die Pinguine müssen sich Wolfsburg geschlagen geben

Eishockey : KEV-Niederlage: Die Pinguine müssen sich Wolfsburg geschlagen geben

Ärgerliche Niederlage für die Krefeld Pinguine. Bis zwei Minuten vor Spielende führte die Mannschaft von Rick Adduono am Nachmittag mit 2:1 in Wolfsburg, musste sich aber noch im Penaltyschießen geschlagen geben. Zu viele Strafen der Krefelder verhinderten die volle Punkteausbeute.

Wolfsburg/Krefeld. Als Christoph Gawlik zwei Minuten vor Spielende seinen Gegenspieler Björn Krupp im gegnerischen Drittel unnötigerweise festhielt, wusste der 30-jährige genau was er getan hatte. Gawlik bekam zwei Minuten aufgebrummt, die Grizzlys nahmen den Torhüter vom Eis und erzielten in doppelter Überzahl den 2:2-Ausgleich. In der Verlängerung waren die Schiedsrichter den Pinguinen nicht wohl gesonnen. Fouls an Daniel Pietta, Markus Nordlund und Marcel Müller, dem ein Penalty hätte zugesprochen werden müssen, blieben ungeahnt. Im Penaltyschießen erkannten die Unparteiischen einen vermeintlichen Treffer von Mathias Trettenes nicht an, so dass die Pinguine nur mit einem Zähler im Gepäck die Heimreise antreten mussten.

Die Krefelder erwischten einen guten Start in das Spiel, verpassten es aber in ihrem ersten Überzahlspiel die Führung zu erzielen. Als die Grizzlys wieder komplett waren, übernahmen sie die Kontrolle auf dem Eis. Bis zum ersten Power Break musste Andrew Engelage neun Torschüsse abwehren. Seine Vorderleute durften sich daraufhin in der kurzen Spielunterbrechung von Adduono laute und deutliche Anweisungen anhören — der Trainer war sichtbar unzufrieden. Die Ansprache fruchtete, defensiv standen die Krefelder danach besser. Martin Schymainski hatte die beste Möglichkeit im ersten Drittel, der Torjäger scheiterte jedoch mit einem Alleingang (10.).

Wie schon am Freitag in Straubing handelten sich die Schwarz-Gelben im Mitteldrittel zu viele Strafen ein. Die Schiedsrichter verhängten fünf Strafen gegen die Krefelder, keine einzige gegen die Grizzlys. Auf Engelage kam viel Arbeit zu, der Kanadier hielt aber alle Schüsse der Wolfsburger. Gab es einen Abpraller, wurde der Torhüter von seinen Vorderleuten hervorragend unterstützt. Die Pinguine konterten nur noch gelegentlich, doch sie waren dabei erfolgreich. Müller, der gestern wieder auflaufen konnte, eroberte im eigenen Drittel die Scheibe, Pietta hatte viel Platz und überraschte Torhüter Felix Brückmann im kurzen Eck zur 1:0-Führung (35.). Zwei Minuten später hätte Pietta den zweiten Treffer nachlegen können, wurde aber im letzten Moment gestört (37.).

Das erledigte Trettenes, der nach Vorarbeit seines Landsmanns Tommy Kristiansen zum 2:0 traf (38.). Der Torschütze erwischte kurz darauf Björn Krupp unglücklich mit dem Schläger im Gesicht und musste für vier Minuten auf die Strafbank, doch die Krefelder überstanden auch dieses Unterzahlspiel. Als Nordlund wegen Spielverzögerung vom Eis gestellt wurde, gelang Brent Aubin doch noch der Anschluss (48.). Die Pinguine kämpften in ihrem fünften Match binnen zehn Tagen, mit einem Sieg wurden sie dafür jedoch nicht belohnt.

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