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KEV: Kretschmann ist wieder zurück

KEV: Kretschmann ist wieder zurück

Nach einer verletzungsbedingten Pause von zehn Wochen meldet sich der Center spielbereit - rechtzeitig vor den entscheidenden Wochen der Saison.

Krefeld. Wochenlang schuftete Christian Kretschmann im Kraftraum und zuletzt auch auf dem Eis — jetzt ist er zurück, zehn Wochen nach einem Knochenbruch an der linken Schulterpfanne, um den Krefeld Pinguinen noch einmal helfen zu können. Am Wochenende wird dies wieder der Fall sein. Kretschmann wird als Center der vierten Reihe — seiner angestammten Position — auflaufen. Diese Entscheidung fällte der Stürmer gestern nach dem Training selber.

„Der Trainer hat mich nach der Eiseinheit gefragt, ob ich mich bereit fühle, zu spielen und ich fühle mich bereit“, sagt Kretschmann im Gespräch mit der WZ. Seit rund drei Wochen steht der auch in Unterzahl so wichtige Offensivspieler wieder auf dem Eis. Seit einer Woche trainiert Kretschmann wieder voll mit und wird morgen in Nürnberg mit einer Schultermanschette auflaufen. „Diese gibt mir noch mehr Sicherheit im Spiel“, sagt Kretschmann, der von sich und seinem Team fordert, bereits in Nürnberg ein Ausrufezeichen zu setzen. „Auch wenn Nürnberg in der Tabelle etwas weiter weg ist, könnten wir mit einem Sieg auch sie noch mal richtig in den Kampf um die Pre-Play-offs reinziehen.“ Die fünf Heimspiele zu gewinnen, sieht Kretschmann ebenfalls als Pflicht an.

Und auch Pinguine-Trainer Rick Adduono weiß, dass Ausrutscher in den ausstehenden acht Begegnungen schwerwiegende Folgen im Kampf um die Play-offs hätte. „Die nächsten drei Wochen sind wichtig, die nächsten acht Spiele sind wichtig. Alle müssen wach sein — zu 100 Prozent dabei sein“, sagt der Kanadier, der bis auf den verletzten Andreas Driendl (Fußbruch) und den gesperrten Mike Mieszkowski alle Mann an Bord hat. Heute erst will Adduono entscheiden, welchen ausländischen Spieler er auf die Tribüne setzt. Es könnte Colin Long treffen, der zwar nach auskurierter Leistenverletzung auch wieder zur Verfügung steht, in der gesamten Saison aber bislang nur selten überzeugen konnte.

Und Adduono braucht Spieler, auf die er sich verlassen kann, denn die Duelle mit den Thomas Sabo Ice Tigers am Freitag und den Kölner Haien am kommenden Dienstag werden auch zu Charakterfragen. „Ja, ich verspüre Druck und niemand mag das“, sagt Adduono und ergänzt: „Wir müssen uns aber selbst helfen.“

Die Defensive hat der Pinguine-Trainer als Schlüssel zum Erfolg im Kampf um die Play-offs ausgemacht. Diese ließ sich im letzten Duell mit den Nürnbergern richtiggehend überrollen. 3:6 hieß es im König-Palast. „Wir müssen vor allem konsequenter gegen sie verteidigen und dann vorne eiskalt vor dem Tor zuschlagen“, sagt Kretschmann, der dabei sein leeres Torkonto gerne aufbessern würde. „Ob es aber am Ende mit einem Tor von mir klappt ist total egal, wenn wir die Chance nutzen, und am Ende die Play-offs erreichen.“