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Krefeld Pinguine: KEV: Keine Punkte mehr verschenken

Krefeld Pinguine : KEV: Keine Punkte mehr verschenken

Vor den Spielen gegen die Kölner Haie am heutigen Freitag im KönigPALAST und bei den Schwenninger Wild Wings herrschte ein wenig Katerstimmung bei den Krefeld Pinguinen. Erneut hatten sie am Dienstag gegen die DEG ein Spiel in der Verlängerung abgegeben, dass sie eigentlich hätten gewinnen müssen. Die Hoffnung, dass Torjäger Jordan Caron schon an diesem Wochenende zurückkehrt, hat sich leider zerschlagen.

„Wir hatten erneut viele Chancen, diese aber leider nicht reingemacht und uns wieder nicht belohnt. Gerne hätten wir die drei Punkte hier in Krefeld behalten. Jetzt haben wir gegen Köln die nächste Gelegenheit dazu und wollen diese nutzen“, analysierte Daniel Pietta im TV-Interview bei Telekom Eishockey die schmerzhafte und unnötige Niederlage am vergangenen Dienstag gegen die DEG.

Chancen waren in der Partie gegen die ewigen Rivalen aus der Landeshauptstadt reichlich vorhanden, um die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen. Doch irgendwie wollte der Puck nicht über die Linie. Die teilweise neuformierten Reihen kreierten sich immer wieder beste Möglichkeiten, mit denen dann allerdings zu nachlässig umgegangen wurde.

Dass Torjäger Jordan Caron nicht mehr rechtzeitig zum Rheinderby gegen die Haie wieder fit werden wird, trübt ebenfalls die Stimmung. „Er wird sein Comeback wahrscheinlich erst in der kommenden Woche geben können. Es ist schwer, eine definitive Aussage treffen zu können“, so Cheftrainer Rick Adduono, der seinen Landsmann sehnsüchtig zurückerwartet. Carons Rückkehr wird der Mannschaft in Sachen Effektivität vor dem generischen Gehäuse ganz sicher gut tun. In seinen ersten acht Saisoneinsätzen erzielte der Ex-NHL-Profi sechs Treffer für die Pinguine und bereitete vier weitere vor.

Kehrt der Kanadier nach mehrwöchiger Verletzungspause zurück, bleibt die Frage, in welcher Reihe der 26-Jährige auflaufen wird. Zuletzt war Dragan Umicevic wieder in die Paradereihe zu Marcel Müller und Daniel Pietta gerückt und hatte dabei gute Leistungen gezeigt.

Gegen Düsseldorf stellte Rick Adduono seine Angriffsreihen um, da sich mit den Rückkehrern Diego Hofland und Martin Schymainski endlich wieder Alternativen im Sturm boten. So agierte „Schymi“ zusammen mit Justin Feser und Christoph Gawlik in einer Formation, Kapitän Adrian Grygiel spielte mit Matt MacKay und Tim Miller. Ob es bei diesen Konstellationen bleibt oder ob Adduono gegen Köln Dragan Umicevic wieder mit Justin Feser und Mathias Trettenes zusammen auf das Eis schickt, will der Kanadier am Spieltag entscheiden.

Das Wichtigste ist für den 62-jährigen Eishockeylehrer momentan, dass sich seine Jungs in den harten englischen Wochen genügend ausruhen, um an den Spieltagen die nötige Frische zu haben. „Das Programm ist unglaublich hart. Zuletzt haben wir praktisch jeden zweiten Tag gespielt. Hinzu kommt der Reisestress zu den Auswärtsspielen. In der aktuellen Saisonphase zählt jeder Tag, an dem du nicht auf dem Eis stehst, doppelt.“ Trotz der drei Neuverpflichtungen in der November-Pause bleibt die personelle Situation bei den Pinguinen angespannt. Bis auf Weiteres fehlt auch Verteidiger Joel Keussen, dem wie Andrew Engelage eine Gehirnerschütterung zu schaffen macht. Auch Mike Mieszkowski ist noch immer nicht wieder einsatzfähig. „Bei ihm könnte es Mitte Dezember klappen“, verriet Adduono. Die nächsten beiden Rückkehrer könnten am nächsten Wochenende also Jordan Caron und Verteidiger Patrick Seifert sein.

Die durch die lange Olympia-Pause im Februar gnadenlose Spiele-Taktung in der DEL stellt nicht nur die Pinguine vor große Herausforderungen. Auch die Gegner haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen. So musste der heutige Gegner aus Köln unter der Woche (Dienstag) in der Liga gegen Straubing ran. Dabei schafften die Domstädter ihren ersten Dreier unter Cheftrainer Peter Draisaitl und machten einen Sprung nach oben in der Tabelle. Beim 5:1-Sieg (nach 0:1-Rückstand) über Schlusslicht Straubing sorgten Kai Hospelt, Nick Latta, Felix Schütz, Ryan Jones und Philip Gogula für klare Verhältnisse vor 7097 Zuschauern in der Lanxess Arena.