DEL: Kanadier soll zweite Pinguine-Reihe gefährlicher machen

DEL : Kanadier soll zweite Pinguine-Reihe gefährlicher machen

Die WZ stellt die Neuzugänge der Krefeld Pinguine vor. Heute: Jacob Lagacé

Die Last des Toreschießens lag bei den Krefeld Pinguinen in den vergangenen Jahren fast ausschließlich auf einer Reihe. Sie waren zu abhängig von ihrer Topreihe um Daniel Pietta. Das soll sich in der kommenden Saison ändern. Jacob Lagacé soll Teil einer schlagkräftigeren zweiten Reihe werden. Eine zweite Sturmformation, die für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen soll.

Lagacé kann sowohl Mittelstürmer als auch auf dem rechten Flügel spielen. Durch die Verpflichtung von Justin Hodgman dürfte Lagacé zunächst als Außenstürmer auflaufen. Dort kann der 29-Jährige, der über einen guten Handgelenkschuss verfügt, seine Schnelligkeit ausspielen. Trotz seiner Körpergröße von nur 1,79 Metern sucht Lagacé häufig den direkten Weg zum gegnerischen Tor und sorgt dort für Unruhe.

Bereits vor einem Jahr führte Pinguine-Sportdirektor Matthias Roos Gespräche mit Lagacé über eine mögliche Verpflichtung, doch es gab damals keine Einigung. Den Stürmer zog es nach Stavanger (Norwegen), wo ihm in 55 Spielen 57 Scorerpunkten gelangen. Das ist eine ähnliche Ausbeute wie sein jetziger Teamkollege Vinny Saponari, der in der norwegischen Liga in der Spielzeit 2016/17 in 60 Spielen sogar 72 Scorerpunkte verbuchen konnte.

Der Kanadier wurde vor elf Jahren in der fünften Runde gedraftet, weil ihm in der National Hockey League (NHL) eine Defensivrolle zugetraut wurde, da er immer mit viel Einsatz und Leidenschaft auf dem Eis agiert. Doch der Traum erfüllte sich nicht, zu einem Einsatz in der besten Liga der Welt kam es nie. Lagacé kennt das europäische Eishockey so bereits seit mehr als fünf Jahren. Nachdem die Laufbahn des Rechtsschützen in Nordamerika ins Stocken geraten war, entschied er sich im Januar 2014 für einen Wechsel nach Europa. Nach einer sehr guten Saison in der zweiten schwedischen Liga (Allsvenskan) war er drei Jahre Stammspieler in der ersten schwedischen Liga (SHL).

Auch am Bullypunkt kann Lagacé überzeugen. In Stavanger beeindruckte der Kanadier mit einer gewonnenen Anspielquote von 59 Prozent. Auch in der SHL war seine Quote außergewöhnlich gut. Falls sich Pinguine-Trainer Brandon Reid dazu entschließen sollte Lagacé als Flügelstürmer einzusetzen, wird man ihn wahrscheinlich sehr häufig am Bullypunkt sehen.