Kader-Check Krefeld Pinguine: Mehr Center-Power für die Offensive

Kader-Check : Das ist die neue Offensive der Krefeld Pinguine

Im zweiten Teil der Kaderanalyse beleuchtet unsere Redaktion die Offensive der Schwarz-Gelben. Vor allem auf der Center-Position ist ein großer Schritt nach vorne gemacht worden.

141 Tore erzielten die Krefeld Pinguine in der vergangenen Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Ein Wert, der nur von den Teams aus Wolfsburg und Schwenningen unterboten wurde. 64 Treffer, damit fast die Hälfte der gesamten Tore, erzielte der Paradesturm der Pinguine mit Jacob Berglund, Daniel Pietta und Chad Costello. Dahinter brachten es nur Martin Schymainski, Vinny Saponari, Greger Hanson und Philip Bruggisser (jeweils neun Tore) auf halbwegs vernünftige Werte. Nach dem Abgang von Toptorjäger Berglund soll die Last in der Offensive in der neuen Saison auf mehrere Schultern verteilt werden. Unsere Redaktion wirft in ihrer Kaderanalyse einen Blick auf die Offensive der Schwarz-Gelben.

Sturm:

Abgänge: Jacob Berglund, Kirill Kabanov, Greger Hanson, Mathias Trettenes, Samson Mahbod, Tim Miller

Zugänge: Grant Besse, Kai Hospelt, Justin Hodgman, Jacob Legacé, Jeremy Welsh


Auch im Angriff haben die Pinguine konsequent die Schwachpunkte ausgetauscht. Einzig der Verlust von DEL-Torschützenkönig Jacob Berglund schmerzt. Wirtschaftlich war der Abgang des Schweden dagegen die Chance, die übrigen Kontingentspieler besser und ausgeglichener zu gestalten, was Brandon Reid und Matthias Roos auf dem Papier gut gelungen ist. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass kein Spieler der Pinguine an die Torausbeute von Berglund (32 Tore) herankommen kann. Da in der vergangenen Saison die Trefferquote der übrigen Importstürmer – Hanson (9), Trettenes (5), Kabanov (3), Mahbod (0) – überschaubar war, können die Neuzugänge der Schwarz-Gelben im Kollektiv die insgesamt 49 Treffer der Abgänge auffangen. Denn alle vier Neuzugänge – Grant Besse, Justin Hodgman, Jeremy Welsh und Jacob Legacé haben das Potenzial, 15 Treffer im Krefelder Trikot zu erzielen.

Vor allem auf der Center-Position haben die Schwarz-Gelben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Hatten die Krefelder in der abgelaufenen Saison in manchen Spielen nur zwei gelernte Center auf dem Eis (Daniel Pietta und Travis Ewanyk), sind sie für die kommende Spielzeit auf der Mittelstürmerposition, die in Fachkreisen neben der Torhüterposition als wichtigste gilt, hervorragend aufgestellt.

Neben Pietta sind die Neuzugänge Hodgman und Kai Hospelt als Center für die ersten drei Reihen geplant. Doch auch Welsh und Lagacé sind es gewohnt, als Center aufzulaufen.

Verantwortliche haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt

Alle Neuverpflichtungen zeigen, dass die Schwarz-Gelben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Es gab keine Weiterverpflichtung nur weil Potenzial gesehen wurde, wie es in der Vergangheneit der Fall war (2017: Mikko Vainonen, 2018: Greger Hanson), sondern der Kader wurde verbessert. Die Fans der Schwarz-Gelben können sich auf ein nordamerikanisch-geprägtes Team freuen, das gute Chancen hat, nach vier Jahren wieder die Playoffs zu erreichen.

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