Fans feiern Krefeld Pinguine trotz Niederlage in München

Krefeld Pinguine : Fans feiern Krefeld Pinguine trotz Niederlage in München

Trotz der neunten Niederlage in Folge feiern die Fans das Team von Trainer Brandon Reid nach der 1:2-Niederlage in München.

Die Krefeld Pinguine haben sich für ihre stärkste Leistung der vergangenen Wochen nicht belohnt. Am Sonntagnachmittag unterlagen die Schwarz-Gelben in München mit 1:2 – die neunte Niederlage in Folge.

Dimitri Pätzold, der für Jussi Rynnäs zwischen den Pfosten stand und sein bislang bestes Saisonspiel machte, sagte nach dem Spiel: „Es war das mit Abstand ordentlichste Spiel der vergangenen Zeit. Alle haben an einem Strang gezogen, es gab keine Einzelaktionen. Darauf müssen wir aufbauen.“

Brandon Reid nahm vor dem Spiel beim Tabellenführer einige Änderungen in seinen Sturmreihen vor. Seine Paradereihe musste der Trainer umbauen, weil Daniel Pietta aufgrund einer Handverletzung nicht auflaufen konnte. Die Münchener, die nach elf Auftaktsiegen am Donnerstag in Straubing ihre erste Saisonpleite hinnehmen mussten, kamen mit viel Druck aus der Kabine, doch Pätzold konnte zunächst alle Pucks parieren. Die Pinguine spielten konzentriert und diszipliniert. Auch in zwei Unterzahlspielen hielten sie die Gastgeber gut vom eigenen Tor fern. In der Offensive versuchten es die Schwarz-Gelben mit schnellen Kontern und kamen so zu vereinzelten Chancen. Etwas glücklich kam die Krefelder Führung in Überzahl zustande. Nach einem verlorenen Bully traf der Münchener Justin Schütz bei einem Befreiungsschlag seinen Mitspieler Blake Parlett im Gesicht. Der Puck landete bei Jacob Lagacé, der zwar an Danny Aus den Birken scheiterte, doch Chad Costello staubte zum 1:0 ab (19.).

Die Pinguine mussten zu Beginn des Mitteldrittels den Ausgleich hinnehmen. Frank Mauer schloss einen Konter zum 1:1 ab (22.). Die Chancen der Pinguine waren zwar selten, aber hochkarätig. Lagacé schoss freistehend vor Aus den Birken am Tor vorbei (26.). Als mit Kai Hospelt und Alex Trivellato gleich zwei Krefelder für 49 Sekunden gemeinsam auf der Strafbank saßen, drehte der Meister das Spiel. Yannic Seidenberg verzögerte lange und schoss erst als er eine kleine Lücke gefunden hatte. Der Puck landete unhaltbar für Pätzold genau im Winkel (37.)

Das Fehlen von Pietta machte sich insbesondere am Bullypunkt bemerkbar – die Pinguine gewannen nur 23 der insgesamt 58 Anspiele. Die Münchener, die mit Jaffray, Christensen, Ehliz, Kastner, Roy und Gogulla gleich auf sechs Topstürmer verzichten mussten, konzentrierten sich im Schlussdrittel auf die Defensive. Die Schwarz-Gelben kamen erst in den Schlussminuten wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber, doch weder Grant Besse (54.), noch Philip Riefers, Costello oder Trivellato (55.) brachten den Puck über die Linie. Für die letzten 82 Sekunden schickten die Schiedsrichter Seidenberg auf die Strafbank, doch mit zwei Spielern mehr auf dem Eis – Pätzold blieb zugunsten eines Feldspielers auf der Bank – kamen die Krefelder zu keiner Torchance mehr. Mit der neunten Niederlage in Folge haben die Pinguine ihren Vereinsrekord in 26 DEL-Jahren aus 2016 eingestellt.

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