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Erst Münchner Bullen bändigen – dann ins Straßenbahn-Derby gegen die DEG

Pinguine treffen auf München und Düsseldorf : Erst Münchner Bullen bändigen – dann ins Straßenbahn-Derby gegen die DEG

Bei den Krefeld Pinguinen läuft es in heimischer Umgebung derzeit nicht rund. Die 2:3-Niederlage am Mittwoch gegen Nürnberg war bereits die dritte Pleite vor eigenem Publikum.

Der schwache Auftritt gegen die dezimierten Nürnberger war folglich auch keine Werbung für das Derby gegen die Düsseldorfer EG am Sonntag um 16.30 Uhr an gleicher Stelle.

Gegen die Gäste aus dem Frankenland offenbarten die Pinguine viele Mängel. Einzig Torwart Oleg Sihlin war in guter Form, verhinderte mit einigen guten Paraden weitere Tore der Ice Tigers, die aber für den Erfolg in Krefeld ihre Krallen gar nicht mal besonders schärfen mussten. Auffällig ist, dass den Pinguinen zum zweiten Mal in Folge bei fünf gegen fünf auf eigenem Eis kein Treffer gelang. Beide Tore der Pinguine fielen wie auch schon im Spiel gegen Bremerhaven in Überzahl. Der dritte Treffer am Sonntag fiel durch einen Penalty.

Ein Grund dafür, dass die Pinguine bei gleicher Spieleranzahl nicht mehr treffen, ist, dass die Gegner sich auf das Konterspiel der Schwarz-Gelben inzwischen eingestellt haben. Die Schützlinge von Trainer Igor Zakharkin kommen nur schwer zum Torabschluss, wenn die gegnerische Abwehr kompakt vor ihrem Tor die Räume schließt. Was bei den Pinguinen auch fehlt, ist die Unterstützung in der Offensive durch die Abwehrspieler. Wenn von ihnen mehr Schüsse auf das gegnerische Tor kämen, könnten die Angreifer den einen oder anderen Abpraller zu einem Treffer nutzen.

Wenn die Pinguine am Freitag um 19.30 Uhr in München zu Gast sind, sollten sie allerdings wieder ihr gefährliches Konterspiel aufziehen können. Das Top-Team von der Isar führt die Tabelle an, hat sich in dieser Woche als einzige deutsche Mannschaft für das Viertelfinale der Champions Hockey League qualifiziert.

Die Auswahl vom vielfachen Meistertrainer Don Jackson geht als klarer Favorit in die Begegnung gegen den Tabellenvorletzten aus Krefeld. Die Roten Bullen werden nach den vergangenen Erfolgen mit viel Selbstvertrauen aufs Eis gehen, die Pinguine sicher von Beginn an unter Druck setzen.

Niederlage gegen Tabellenführer
erst nach Verlängerung

Darin liegt die Chance für die Schwarz-Gelben, mit gefährlichen Kontern zum Torabschluss zu kommen. Dass sich die Pinguine vor dem Team aus der bayrischen Landeshauptstadt nicht verstecken müssen, hat die Begegnung Anfang Oktober in Krefeld gezeigt, als sie den Bullen bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung einen Punkt abknöpften.

In welcher Aufstellung die Pinguine in München für eine Überraschung sorgen wollen, stand am Donnerstag noch nicht fest, als sich die Mannschaft gegen 12.30 Uhr auf den Weg machte. Neben dem Kader, der das Spiel gegen Nürnberg verlor, stiegen auch noch Verteidiger Patrik Hersley und Stürmer Maciek Rutkowski mit in den Bus. Sollte Hersley in den Kader zurückkehren, müsste ein anderer Kontingentspieler auf die Tribüne. Wenn es einen Stürmer trifft, dürfte auch Rutkowski wieder miwirken.