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Eishockey: Roos verlässt die Krefeld Pinguine

Keine Vertragsverlängerung : Matthias Roos verlässt die Krefeld Pinguine

Der Geschäftsführer und Sportdirektor der Krefeld Pinguine, Matthias Roos, wird seinen Vertrag nicht verlängern. Pierre Beaulieu wird wohl kein Cheftrainer bleiben.

Die Krefeld Pinguine stellen sich auch hinter den Kulissen neu auf. Nach der Rettung durch das Schweizer Unternehmen Save's AG wird Mittelsmann Roger Nicholas in Zukunft das Amt des Sportlichen Leiters übernehmen und sich zudem um einen neuen Geschäftsführer kümmern müssen.

Laut der Eishockey News ist der Abschied von Matthias Roos nahezu beschlossene Sache, der 40-Jährige wird seinen Vertrag im Oktober auslaufenden Vertrag nicht verlängern und sich neuen Aufgaben widmen. Zudem wird auch Pierre Beaulieu nicht als Cheftrainer in die kommende Saison gehen. Ob der Kanadier bei den Pinguinen als Co- oder Torwarttrainer bleibt, ist noch offen.

Als Matthias Roos im Jahr 2016 als Geschäftsstellenleiter zu den Krefeld Pinguinen kam, ahnte er wohl noch nicht, welche Aufgaben ihm in den nächsten vier Jahren noch bevorstehen werden. Im März 2017 übernahm der 40-Jährige die Position des sportlichen Leiters, kurz darauf auch die vakante Position des Geschäftsführers. Roos arbeitete in Doppelfunktion und musste neben dem sportlichen Erfolg gerade in den letzten Monaten um die Existenz der Pinguine kämpfen. Mit dem Einstieg der Save‘s AG aus der Schweiz gelang ihm die Rettung des DEL-Standortes Krefeld – nun zieht Roos einen Schlussstrich.

„Ich kann bestätigen, dass ich meinen im Oktober auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde“, sagt Roos gegenüber dieser Zeitung. In Roger Nicholas steht sein Nachfolger auf die Position des sportlichen Leiters bereits in den Startlöchern und wurde in den vergangenen zwei Wochen bereits eingearbeitet. Roos plant seinen Kontrakt bereits bis zum 31. Juli aufzulösen. Diese Entscheidung teilte er bereits den Hauptgesellschaftern der KEV Pinguine Eishockey GmbH mit.

Damit endet für Roos seine knapp vierjährige Tätigkeit bei den Pinguinen. Wie es für den gebürtigen Baden-Württemberger dann weitergeht, ist noch offen, ein Verbleib im Eishockeygeschäft gilt aber als wahrscheinlich. Schon in frühester Jugend war Roos selber im Eishockey aktiv, durchlief die Nachwuchsstationen des EV Ravensburg und spielte zudem unter einer Förderlizenz bei den Jungpanther Augsburg in der Junioren Bundesliga. Abseits des Eises absolvierte Roos das erste Jura-Staatsexamen und übte anschließend auch seine erste Tätigkeit hinter den Kulissen eines Profi-Eishockeyvereins aus. Von 2007 bis 2011 war er Geschäftsführer beim heutigen Oberligisten Herner EV, die folgenden vier Jahre übernahm Roos bei den Füchsen Duisburg den Posten des Sportdirektors und war kurzzeitig sogar Cheftrainer. Nach der dortigen Übernahme der Kenston-Unternehmensgruppe kamen Roos und die neuen Anteilseigner nicht mehr auf einen Nenner, den 40-Jährigen zog es zum EC Bad Nauheim, wo er im Führungsteam die Position des Geschäftsstellenleiters einnahm.

(tin)