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Ein Hauch von Aufbruchstimmung bei den Krefeld Pinguinen

Hockey Talk : Ein Hauch von Aufbruchstimmung bei den Krefeld Pinguinen

Beim Hockey Talk der Pinguine Supporters war die gerade noch abgewendete Insolvenz Gesprächsthema Nummer eins. Geschäftsführer Matthias Roos betont, der Antrag für die Lizenz ist gestellt.

Auch wenn die Saison der Krefeld Pinguine noch nicht zu Ende ist, so lässt sich rund drei Wochen vor dem Ende der Spielzeit schon eines festhalten: Es war wieder einmal eine turbulente Spielzeit mit vielen Höhen und Tiefen. Dementsprechend lang war die Liste der Gesprächsthemen beim Hockeytalk der Pinguine Supporters.

Moderiert von Ex-Pinguin Lukas Lang, Danny Pabst und Rolf Frangen fanden am Donnerstagabend auch Sportdirektor und Geschäftsführer Matthias Roos, Mit-Gesellschafter Dirk Wellen sowie die Spieler Jussi Rynnäs und Philipp Kuhnekath den Weg in den Räumlichkeiten des „Mo‘s Biker- und Fantreff“ an der Kleinewefersstraße 160. Vor voller Hütte und vielen Fans sprachen die Pinguine über nervenaufreibende Wochen: Besonders die gerade noch abgewendete Insolvenz war das Gesprächsthema Nummer eins.

Mitgesellschafter Dirk Wellen erzählt von den letzten Wochen

Dabei bekam Roos von den anwesenden Fans einiges an Lob zu hören und er ließ auf dem Podest die letzten Wochen dann ein wenig Revue passieren. Roos sprach von „schwierigen Zeiten“, in denen es „einige Dinge gab, die nicht optimal gelaufen sind“. Auch Mit-Gesellschafter Dirk Wellen, der mit der Übernahme der Anteile der Energy Consulting den Weg zur Rettung der Pinguine ebnete, berichtet von turbulenten Szenen und lauten Gesellschafterversammlungen, die ihm als Anhänger der Pinguine aber eines klar gemacht haben: „Aufgeben war keine Option.“

Dabei berichtete Wellen auch von einem von sich selbst enttäuschten Wolfgang Schulz und zog anschließend daraus ein positives Fazit. Wellen: „Das Positive an all dem Schlechten war, wie vielen bewusst geworden ist, wie wichtig das Eishockey für Krefeld ist.“ Und so richtet sich der Blick nun nach vorne. „Wir haben viel Zeit verloren, die jetzt wieder rein geholt werden muss“, sagt Roos, der mit Blick auf die letzten zwei Jahre auch einige positive Dinge ansprach, an denen „jetzt wieder angeknüpft werden muss.“

Bürgschaft in Höhe von 100 000 Euro von Gesellschaftern gedeckt

Als ersten Schritt bestätigte der Pinguine-Geschäftsführer, dass der bis zum 15. Februar fällige Antrag bei der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mittlerweile gestellt sei, die für die Lizenz 2020/2021 nötige Bürgschaft in Höhe von 100 000 Euro wurde zudem von einem alten sowie einem aktuellen Gesellschafter gedeckt. Doch Roos machte auch keinen Hehl daraus, dass der Weg noch ein schwieriger wird.

Als Vorbild nannte der Sportdirektor die Iserlohn Roosters, die es über die letzten 20 Jahre geschafft haben, ohne einen großen, einzelnen Investor konkurrenzfähig zu sein. „Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Es fehlen zwei bis zweieinhalb Millionen Euro, um in den oberen Tabellenregionen konkurrenzfähig zu sein.“

Vor dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen Berlin sprach Roos aber auch über die aktuelle Situation, gab an, dass es über die letzten drei Wochen insgesamt zehn Anfragen für Spieler aus dem aktuellen Kader gegeben hat. Unter anderem klopften Top-Ligen wie die schwedische SHL an. Doch Roos will daran festhalten möglichst keine Spieler in den letzten Spielen mehr abzugeben, will stattdessen auch in den letzten Spielen ein schlagkräftige Mannschaft aufs Eis bringen.