Eishockey : Pinguine trotzen den Verletzungssorgen

Der Eishockeyverein von der Westparkstraße startet mit einem guten Gefühl in die letzte Trainingswoche vor dem Ligastart in der DEL.

Am Freitag beginnt für die Krefeld Pinguine die 26.Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit dem Auswärtsspiel in Straubing. Sechs Wochen Vorbereitung sind Geschichte. Einzig das bisherige Verletzungspech trübt die Vorfreude auf die neue Spielzeit ein wenig.

Die Ergebnisse in den sechs Testspielen waren zufriedenstellend. Die beiden Turniersiege in Dresden und Heerenveen wurden eingerahmt von zwei Niederlagen vor heimischer Kulisse gegen Zweitligist Frankfurt im ersten Test und gegen Köln am vergangenen Freitag. Dazwischen feierte die Mannschaft von Brandon Reid vier Siege – gegen den tschechischen Club HC Litvinov, Zweitligist Dresden sowie die beiden Ligakonkurrenten Bremerhaven und Iserlohn.

Nicht nur die erste Reihe
ist torgefährlich

Die Zeit der Vorbereitung dient auch dazu zu experimentieren. Im Angriff scheint sich Grant Besse den Platz an der Seite von Daniel Pietta und Chad Costello vorerst gesichert zu haben. Durch seine Schnelligkeit konnte der 24-jährige von Pietta und Costello einige Male gut in Szene gesetzt werden, nur im Abschluss fehlte bisher noch das notwendige Schussglück. Die Testspiele haben gezeigt, dass die Schwarz-Gelben im kommenden Jahr nicht nur auf die Tore der ersten Reihe angewiesen sind. Sowohl die Reihen mit den Mittelstürmern Kai Hospelt und Jacob Lagace (oder Justin Hodgman) waren stets torgefährlich.

Sorgen bereitet den Anhängern der Schwarz-Gelben einzig der Fitnesszustand von Hodgman. Nach einer Stressfraktur in der Hüfte konnte er im Sommer kaum trainieren. Der 31-jährige bestritt nur drei der sechs Vorbereitungsspiele. Eine MRT-Untersuchung ergab in der vergangenen Woche keinen negativen Befund, dennoch muss Hodgman ein spezielles Training absolvieren um für die Saison fit zu werden. „Wir sind bei ihm einfach vorsichtig. Er hatte einen Start auf Krücken, war danach vielleicht auch etwas übermotiviert“, sagt Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos.

Verletzungssorgen gab es in der Vorbereitung auch in der Abwehr. Von den ersten sechs Verteidigern bestritten nur Garrett Noonan und Alex Trivelato alle sechs Partien. Hier hieß die Devise eher improvisieren statt experimentieren.

Mike Schmitz und Tom-Eric Bappert bekamen dadurch viele Einsatzzeiten und haben gezeigt, dass sie bei Ausfällen einspringen können. Fraglich ist jedoch, ob sie dies auch konstant bei langfristigen Ausfällen in der Defensive können.

Zufrieden wird Reid mit der Abwehrarbeit in den Begegnungen gegen die Ligakonkurrenten dennoch gewesen sein. In den Spielen gegen Bremerhaven, Iserlohn und Köln kassierte seine Mannschaft insgesamt nur vier Gegentreffer. Daran hatte Jussi Rynnäs großen Anteil. Der neue Torhüter der Pinguine steigerte sich in der Vorbereitung von Spiel zu Spiel und hat gezeigt, dass er zu einem großen Rückhalt in der kommenden Spielzeit werden kann. Nicht die schlechteste Voraussetzung um nach vier Jahren ohne Playoffs endlich wieder einmal mindestens Platz zehn zu erreichen. Sein Ersatzmann wird zumindest am ersten Wochenende aller Voraussicht nach Ennio Albrecht sein. „Bei Dimitri Pätzold läuft es noch nicht so rund, wie wir uns das wünschen würden. Wir werden aber auch hier kein Risiko eingehen“, sagt Roos. Mit Nils Kapteinat steht eine weitere Alternative bereit.

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