Die Kapitäne der Pinguine: Ein Ur-Krefelder trifft auf zwei Kölner

Eishockey : Der Ur-Krefelder und die zwei Kölner

Torsten Ankert führt die Krefeld Pinguine als Kapitän an. Ihm zur Seite steht mit Daniel Pietta und Kai Hospelt geballte DEL-Erfahrung.

Der eine mit neuer Zahnlücke. Der andere mit angedeutetem Play-off-Bart und Nummer drei: ein Ex-Kölner. Dieses Triumvirat – namentlich Daniel Pietta, Torsten Ankert und Kai Hospelt – wird die Krefeld Pinguine in der neuen Saison aufs Eis führen. Pietta, Ankert, Hospelt: Das sind insgesamt 2312 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) – inklusive Play-offs. Mehr Erfahrung geht kaum in der höchsten deutschen Eishockeyspielklasse. „Klar wollen wir auf dem Eis vorangehen“, sagt Ankert, der zum ersten Mal in seiner Karriere als Kapitän in eine Saison geht.

Das Votum für den gebürtigen Essener fiel deutlich aus. Auch die Vertreter erhielten von der Mannschaft, die die Wahl der Kapitänsämter in diesem Jahr in Eigenregie durchführte, einen Großteil der Stimmen. „Es freut einen natürlich, wenn solch eine Entscheidung aus der Mannschaft heraus getroffen wird“, sagt Pietta.

Straubing heißt der erste Halt
auf der DEL-Tour 2019/20

Der Ur-Krefelder, 2015 mit einem Zehn-Jahres-Vertrag ausgestattet, hat mit Ankert und Hospelt ausgerechnet zwei Spieler zur Seite gestellt bekommen, die bei den Haien aufgrund ihrer Vereinstreue fast zum Inventar gehörten. Jetzt gehen die beiden Stürmer und der Abwehrspezialist Ankert gemeinsam auf Punktejagd. Ein Krefelder und zwei Kölner, kann das gut gehen, Daniel Pietta? „Schwierig“, schmunzelt der punktbeste Vorbereiter der DEL-Saison 2018/19.

Am Donnerstag fällt für die Pinguine der Startschuss. Gegen Mittag bringt der Bus die Eishockeyprofis zum ersten Spiel der neuen Saison nach Straubing. „Die Stimmung in Straubing ist immer gut, aber wir sind bereit für den Auftakt“, ist sich Hospelt sicher.

Am Pulverturm wird es auch auf die Führungsspieler ankommen, wenn der Saisonauftakt möglichst mit Punkten belohnt werden soll. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen, was unsere tägliche Arbeit angeht. Wir wollen auch dann Dinge ansprechen, wenn etwas nicht läuft“, so Hospelt. Hospelt ist besonders heiß auf sein erstes Spiel im Trikot der Pinguine. Die anderen beiden Kapitäne können dem nur zustimmen. „Unser Ziel muss es sein, dass wir in diesem Jahr nur geschlagen werden, weil der Gegner besser war und nicht, weil wir spielen wie eine Bratwurst“, gibt Pietta die Marschrichtung vor.

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