Die Alternativen stehen bereit

Die Alternativen stehen bereit

Der Kanadier Joel Perrault hat allerdings noch Defizite. Klöpper zurück im Kader.

Krefeld. Zum fünften Mal in dieser Saison haben die Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am vergangenen Wochenende die optimale Punktausbeute geholt. Nach den Siegen gegen Ingolstadt und Berlin hat das Team von Rick Adduono den dritten Tabellenplatz gefestigt und den Vorsprung auf München (7.) auf zehn Punkte ausgebaut.

Dabei hatte die Partie gegen Ingolstadt am Freitag mit der Verletzung von Daniel Pietta alles andere als gut begonnen. „Pietta zu ersetzen, ist ein Problem“ sagte Adduono unmittelbar nach der Partie gegen die Bayern.

Umso mehr dürfte der Trainer durchgeatmet haben, als feststand, dass das Eigengewächs voraussichtlich nur sechs Wochen fehlen wird. Dennoch muss Adduono in dieser Zeit Ersatz für seinen besten Mittelstürmer finden.

Gegen Ingolstadt und Berlin entschied sich der Coach für Joel Perrault. Der Neuzugang ließ Pietta zumindest offensiv nicht vermissen. Mit fünf Punkten (ein Tor, vier Vorlagen) fügte sich der Kanadier perfekt in die erste Reihe ein. In der Defensive merkt man Perrault Defizite an.

Da auch Kevin Clark und Adam Courchaine keine Spezialisten für Defensivarbeit sind, wurde die Paradereihe besonders in Berlin mehrmals im eigenen Drittel eingeschnürt. Daraus resultierte der erste Gegentreffer, als Josh Meyers ein Foul begehen musste und im Anschluss des darauffolgenden Unterzahlspiels der 1:1-Ausgleich fiel. Mit drei Treffern in Berlin haben die drei Kanadier dies jedoch vergessen lassen.

Des einen Leid ist des anderen Freud. Neben Perrault profitierte Patrick Klöpper von der Verletzung Piettas. Erstmals seit dem 1. Dezember stand der Youngster am Sonntag wieder im Kader der Pinguine. Dabei hinterließ er einen guten Eindruck. Der 19-Jährige erzielte in der Anfangsphase den wichtigen Führungstreffer.

Hervorragend vorbereitet hatte dieses Tor Steve Hanusch. Der gebürtige Cottbusser genießt das Vertrauen von Adduono. So setzte der Trainer den etatmäßigen Verteidiger im wichtigen doppelten Überzahlspiel in der Schlussphase zusammen mit David Fischer an der blauen Linie ein.

Diese Vielseitigkeit wird Hanusch momentan zum Verhängnis. Da die Pinguine in den vergangenen Wochen über sieben gesunde und einsatzbereite Verteidiger verfügten, blieb für ihn oft nur der Platz im vierten Sturm. Das könnte sich am kommenden Wochenende ändern. Denn Josh Meyers prallte am Sonntag mit dem Kopf gegen die Bande und musste vom Eis.

Sollte Meyers für die Partien in Mannheim und in Wolfsburg ausfallen, ist der Weg für Hanusch frei, da auch Kyle Sonnenburg (Gehirnerschütterung) noch zuschauen muss.

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