Das Straßenbahnderby: Nach der unnötigen Niederlage setzen die Pinguine voll auf Sieg

Das Straßenbahnderby: Nach der unnötigen Niederlage setzen die Pinguine voll auf Sieg

Krefelder verlieren das fünfte Spiel mit 1:2. Jetzt brauchen sie noch zwei Siege.

Düsseldorf. Jetzt droht den Krefeld Pinguinen das Play-off-Aus. Nachdem die Pinguine am Freitag die große Chance, die Vorentscheidung in der Viertelfinalserie gegen die DEG Metro Stars zu erzwingen, mit der 4:5-Niederlage nach Verlängerung vertan hatten, kassierten sie am Sonntag im fünften Viertelfinalspiel eine 1:2 (0:0, 0:2, 1:0)-Niederlage in Düsseldorf. Damit liegt die DEG mit 3:2-Siegen vorne und kann morgen im König-Palast im sechsten Aufeinandertreffen den Halbfinaleinzug perfekt machen.

Die Niederlage am Sonntag hatten sich die Mannen um Cheftrainer Igor Pavlov selbst zuzuschreiben. Vor allem die mangelnde Disziplin einiger Akteure und ein desolates Abwehrverhalten führten dazu, dass die Krefelder bis zur 37. Minute entscheidend in Rückstand gerieten.

Beim Führungstreffer der Gastgeber lief Charlie Stephens nur bis zur eigenen blauen Verteidigungslinie neben Adam Courchaine her, ließ den Stürmer dann aber laufen, so dass dieser keine Mühe hatte, einen Querpass von Shane Joseph im Tor unterzubringen.

Dem zweiten DEG-Treffer ging ein ausgesprochen dummes Foul von André Huebscher vor dem gegnerischen Tor voraus, die fällige Überzahl nutzte die DEG durch Brandon Reid. Zusätzliches Pech: Reid profitierte davon, dass der Schlagschuss Ryan Caldwells von Dusan Milo vor die Füße des Torschützen abgefälscht wurde. Zu diesem Zeitpunkt durfte Shay Stephenson die Begegnung schon nur noch von der Bank aus verfolgen.

Der Kanadier war in den ersten 13 Minuten gleich zweimal auf die Strafbank gewandert, Pavlov nahm ihn ebenso aus der Formation wie später Huebscher. Fortan spielte Verteidiger Chris Heid mit Patrick Hager und Philip Riefers in der dritten Reihe.

Dennoch hätten die Pinguine auch am Sonntag noch einmal die Wende erzwingen können. Doch nach dem Ende des ersten Drittels ein Videobeweis zu Ungunsten der DEG ausgefallen war - der Puck war vom Schlittschuh von Schiedsrichter Willi Schimm ins Pinguine-Tor gerutscht - hatte der zweite für die Pinguine Folgen. Denn der Treffer von Richard Pavlikovsky zum vermeintlichen 1:2 (52.) wurde wegen Torraumabseits nicht anerkannt, weil Stephens DEG-Keeper Jamie Storr leicht behindert hatte.

Trotzdem kamen die Krefelder noch einmal heran. Herberts Wasiljews traf in einer fünfminütigen Überzahl (54.), als Caldwell nach einem Ellbogencheck gegen Daniel Pietta mit einer Spieldauerstrafe bedacht worden war. Ansonsten war das Glück den Gästen nicht eben hold. Denn wer weiß, was passiert wäre, hätte der Pinguine-Kapitän bereits in der 9. Minute den Puck über die Linie gebracht, als Storr mit einem Hechtsprung so eben klären konnte.

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