Das Straßenbahnderby: Für die Pinguine geht es um alles oder nichts

Das Straßenbahnderby: Für die Pinguine geht es um alles oder nichts

Die Krefelder müssen das sechste Duell mit der DEG gewinnen, sonst ist die Saison am Dienstag zu Ende.

Krefeld. Alles oder nichts - hopp oder topp! Die Krefeld Pinguine stehen am Scheideweg. Gelingt es ihnen, am Dienstagabend (19.30 Uhr, live bei premiere) den ersten Heimsieg in der Play-off-Viertelfinalserie gegen die DEG Metro Stars einzufahren, um damit gleichzeitig ein siebtes und entscheidendes Spiel um den Einzug ins Halbfinale am Donnerstag in Düsseldorf zu erzwingen? Oder ist die Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für sie abrupt beendet?

Bei den Krefeldern herrscht trotz der beiden jüngsten Niederlagen, die den Klub gegen den rheinischen Erzrivalen im Play-off-Gesamtstand mit 2:3 in Rückstand gerieten ließ, durchaus Zuversicht. Kampflos wird man den Düsseldorfern den Platz im Halbfinale keinesfalls überlassen.

"Wir wollen den Spieß noch einmal umdrehen. Die Zuschauer werden von uns hundertprozentigen, bedingungslosen Einsatz zu sehen bekommen. Nur müssen wir endlich unsere Emotionen besser in den Griff kriegen", fordert Cheftrainer Igor Pavlov.

Das erfordert indes Disziplin. Und genau daran mangelte es zuletzt, und ließ den Coach am Sonntag in Düsseldorf sogar zu äußerst drastischen Mitteln greifen. Shay Stephenson und André Huebscher traf ob ihrer unnötigen Strafzeiten der Bannstrahl des Trainers, der ein Zeichen setzen wollte und musste.

"Wenn sich einer dazu entschließt, undiszipliniert zu spielen, entscheide ich, dass er nicht mehr spielt. Denn mit solchen Strafzeiten bestrafen wir uns selbst", sagt der Coach. Ob beide Akteure heute Abend eine neue Chance erhalten werden, darüber wollte sich Pavlov gestern nicht weiter auslassen. Es werde aber Überraschungen bei der Zusammenstellung der Sturmreihen geben. So viel wollte der Coach vorab verraten.

Mit personellen Änderungen alleine dürfte es allerdings nicht getan sein. Denn neben diverser Disziplinlosigkeiten krankt das Spiel der Pinguine vor allem in der Offensive.

Fehlende Kaltschnäuzigkeit beim Verwerten der Torchancen, gepaart mit einem phasenweise unterirdischen Überzahlspiel - die Probleme, die die Krefelder bereits während der gesamten DEL-Hauptrunde zu schaffen machten, könnten letztlich auch in den Play-offs den Ausschlag geben - zu Ungunsten der Pinguine.

Die können zumindest personell aus dem vollen schöpfen. Doch trotz einiger kleineren Blessuren sind alle Mann an Bord. Auch Daniel Pietta hat sich von dem Ellbogencheck von Caldwell, der dafür heute zusehen muss, gut erholt.