Das Personal-Karussell bei den Krefeld Pinguinen

Das Personal-Karussell bei den Krefeld Pinguinen

In Daniel Pietta ist nur ein Center unter Vertrag. In allen anderen Reihen droht dem Club der Abgang der Mittelstürmer — Feser, Gawlik, Ness.

Krefeld. Die am Dienstag genommenen Werte beim Medizincheck sind für zumindest zwei Profis der Krefeld Pinguine ohne Relevanz auf eine Weiterbeschäftigung: Torhüter Patrick Klein und Kapitän Adrian Grygiel stehen auch in der Spielzeit 2018/19 unter Vertrag. Ebenso wie Daniel Pietta und Martin Schymaniski, die aktuell in Schweden und Frankfurt aktiv sind. Aber wie stehen die Chancen auf einen neuen Vertrag für den Rest der Spieler im Kader? Aktuell sieht die Situation bei den einzelnen Kandidaten so aus:

Dimitri Pätzold: Der Torhüter soll bleiben, weil die Überzeugung in seine Qualität vorliegt und damit keine Lizenz im Tor benötigt wird.

Nick St. Pierre: Der Kanadier spielt aktuell in Klagenfurt, hat ein Vertrag mit Option. St. Pierre kommt nicht zurück.

Markus Nordlund: Der Finne, lange der beste Verteidiger im Team, schwächelte im Saisonfinale, hat persönlich andere Pläne, als in Krefeld zu bleiben.

Mikko Vainonen: Den guten Eindruck nach seiner Verpflichtung im Vorjahr konnte der Finne nie bestätigen. Da verbietet sich der Gedanke an eine Verpflichtung — zumal bei einem Lizenzspieler.

Kurt Davis: Zehn Tore sprechen für ihn, aber defensiv wenig stabil. Da kommt es auf die anderen Verteidiger an. Hat man drei starke Lizenzverteidiger fix, wäre der Amerikaner erste Option an Position vier.

Patrick Seifert: Als Verteidiger Nummer fünf gäbe es niemand Besseren.

Alex Trivellato: Hat sich gut entwickelt, wäre auf Position sechs einplanbar.

Joel Keussen: Auf Position sieben in der Abwehr eine Option.

Tom Schmitz: Wenn gesund, Verteidiger Nummer acht.

Max Faber: Mit eher schlechterer Perspektive, weil das Niveau auf den vorderen Positionen fehlt, für hintere zu teuer.

Daniel Pietta: Er hat noch Vertrag bis 2025.

Dragan Umicevic: Er soll bleiben, aber für weniger Geld. Das wird schwierig. Verpasst in jeder Saison durch Verletzungen einige Spiele, mit Defiziten in der defensiv.

Jordan Caron: Der Kanadier soll bleiben. Die Pinguine besitzen angeblich eine Option darauf. Würde das klappen, könnten die Chancen für Umicevic sinken. Zumal Caron der Spieler mit größerem Potenzial ist.

Marcel Müller: Hat kundgetan, die Pinguine zu verlassen.

Greger Hanson: Er will bleiben, die Pinguine neigen auch dazu. Er ist schnell, was dem Konterspiel zuträglich ist.

Justin Feser: Er wechselt zum Liga-Konkurrenten nach Bremerhaven, bekommt dort einen deutschen Pass.

Mathias Trettenes: Hat keine Zukunft bei den Pinguinen, weil ihm das Niveau für die DEL fehlt — wobei er Penaltys vorzüglich verwandeln kann.

Christoph Gawlik: Als Center der dritten Reihe wäre er ideal, weil erfahren und flexibel einsetzbar. Allerdings scheint es ihn zurück in die Heimat zu ziehen — nach Deggendorf. Da spielt auch Bruder Andreas. Deggendorf ist aktuell Erster der Oberliga Süd und Anwärter auf den Aufstieg in die DEL 2.

Adrian Grygiel: Der Kapitän steht noch bis 2019 unter Vertrag. Seine Rückkehr hatte er sich anders und erfolgreicher vorgestellt. Mit Potenzial nach oben.

Martin Schymainski: Der Publikumsliebling steht noch bis 2021 unter Vertrag, passte sich dem Niveau des Teams an, spielte eine der schlechtesten Spielzeiten seit langem.

Martin Ness: Als Center der Reihe vier eine ideale Besetzung, es deutet sich indes an, dass Ness andere Pläne für seine sportliche Zukunft präferiert als Krefeld.

Kevin Orendorz: In der vergangenen Saison für seine guten Leistung mit einer Vertragsverlängerung belohnt, hat er die Erwartungen nicht erfüllt. Tendenz: Trennung.

Tim Miller: Der Beste der drei Nachverpflichtungen im November. Nimmermüder Kämpfer, der ein Angebot hat. Ob er es annimmt, bleibt abzuwarten.

Diego Hofland: Hat seinen Job zu 100 Prozent erfüllt — zur Überraschung vieler. Als Stürmer Nummer zwölf oder 13 eine ideale Besetzung.

Matt MacKay: Sein Vater war eine Legende in Grefrath, Matt hat sein Bestes gegeben, es reicht aber nicht für die DEL. Er war immer erster Tribünenkandidat beim Tabellenletzten.

Mike Mieszkowski: Der Pechvogel der Saison. Nach dem fünften Spieltag verletzt, Comeback nach der Olympiapause. Vorbildlicher Kämpfer, so einen braucht man in der vierten Reihe.

Philipp Kuhnekath: Einer mit Perspektive, den es jetzt gilt zu entwickeln und zum festen Bestandteil der Mannschaft zu formen.

Lois Spitzner: Für ihn gilt das gleich, wie für Kuhnekath. Ein bisschen Zukunft tut den Pinguinen auch gut.

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