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Daniel Pietta: „Es wird emotionaler zur Sache gehen“

Daniel Pietta: „Es wird emotionaler zur Sache gehen“

Daniel Pietta freut sich auf die Pre-Play-off-Duelle der Pinguine gegen Wolfsburg.

Krefeld. Für die Krefeld Pinguine beginnt am Mittwoch in der Pre-Play-off-Serie gegen die Grizzly Adams die schönste Jahreszeit im Eishockey. Zwei Siege braucht die Mannschaft von Trainer Rick Adduono, um das Viertelfinalticket gegen die Adler Mannheim zu buchen. Dabei wird es auf Kleinigkeiten im Duell mit den Niedersachsen ankommen, wie Daniel Pietta im WZ-Interview verrät.

Herr Pietta, eigentlich dürften Sie keine guten Erinnerungen an eine Play-off-Serie gegen Wolfsburg haben, oder?

Daniel Pietta: Naja, so genau kann ich mich jetzt auch nicht mehr an das Halbfinalaus von vor vier Jahren gegen sie erinnern. Ich weiß aber, dass die gesamte Serie eng war und wir zweimal in der Overtime verloren haben. Viel besser kann ich mich aber noch an das Viertelfinale gegen Hannover erinnern, da ich da in einem Spiel meine ersten Zähne verloren habe.

Hart wird es wohl auch ab Mittwoch zugehen. Beide Teams kennen sich auswendig, worauf wird es ankommen, wenn Ihr Team in Wolfsburg bestehen will?

Pietta: Nach 52 Spielen in der Hauptrunde kennt man nahezu jede Mannschaft bis ins kleinste Detail. Zu den Play-offs lassen sich die Trainer aber meist noch mal etwas einfallen, um den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Am Ende wird entscheidend sein, welches Team mehr arbeitet und sich keinen Ausrutscher leistet.

Wolfsburg hat mit zwei Heimspielen einen klaren Vorteil. Muss das Spiel am Mittwoch daher aus Ihrer Sicht unbedingt gewonnen werden?

Pietta: Ich glaube, dass Wolfsburg mehr Druck hat, weil sie zuhause spielen. Klar ist aber auch, dass wir eines der Auswärtsspiele gewinnen müssen. Deshalb wäre es natürlich besser, bereits am Mittwoch auswärts zu siegen, um die Serie mit dem zweiten Sieg und der Unterstützung der Zuschauer im König-Palast klar zu machen.

Können Sie nach dem erfolgreichen Ligaendspurt auch ein Stück weit entspannt in die Pre-Play-offs gehen?

Pietta: Spaß und Lockerheit müssen in gewissen Teilen immer Aspekte des Spiels sein. Doch unser Ziel lautet ganz klar, den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Bereits in den Pre-Play-offs wird es wesentlich emotionaler zur Sache gehen als in den Hauptrundenspielen.

Ist eigentlich jetzt schon Zeit für den Play-off-Bart oder erst ab dem Viertelfinale?

Pietta (lacht): Das hält jeder so wie er meint. Ich werde mich heute oder morgen rasieren und den Bart dann hoffentlich lange wachsen lassen.

Wie bewerten Sie den Ausgang der Hauptrunde generell?

Pietta: Mannheim und München musste man ganz vorne erwarten. Überraschend waren sicherlich die guten Leistungen von Ingolstadt und das Abschneiden der DEG, bei der man aber schon zu Saisonbeginn sehen konnte, dass sie dieses Jahr eine ganz andere Mannschaft haben als in den vorherigen zwei Spielzeiten.

Wie groß ist der Anteil von Marcel Müller am Einzug in die Pre-Play-offs?

Pietta: Marcel Müller ist sicherlich ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft, der mit seinen Toren und Vorlagen dazu beigetragen hat, dass wir Platz zehn erreicht haben. Jedoch ist er auch nur ein Spieler einer Mannschaft, in der jeder wichtig ist.

Haben Sie ihn schon überreden können, auch über den Sommer hinaus in Krefeld zu spielen?

Pietta (lacht): Ich würde es sehr begrüßen, wenn er bleiben würde. Am Ende muss er diese Entscheidung aber selber treffen. Jetzt haben wir aber erst mal die Aufgabe, ins Viertelfinale einzuziehen, und dann werden sich Rüdiger Noack und Rick Adduono sicherlich mit Marcel zusammensetzen und versuchen, ihn zu überzeugen, hier zu bleiben.