Krefeld Pinguine: Comeback des Paradesturms bei den Krefeld Pinguinen

Krefeld Pinguine: Comeback des Paradesturms bei den Krefeld Pinguinen

Marcel Müller trifft dreifach, auch Daniel Pietta erzielt beim 4:0 gegen Schwenningen vor 4199 Zuschauern ein Tor.

Krefeld. Der dreifache Torschütze Marcel Müller strahlte nach dem Sieg: „Wir haben von Anfang an gut gespielt und hinten die Fehler abgestellt.“ Der genesene Daniel Pietta erzielte den vierten Treffer, Dragan Umicevic bereitete zwei Tore vor. Es war eine über 60 Minuten konzentrierte Vorstellung der Krefeld Pinguine, die nach drei Heimniederlagen in Serie endlich wieder für einen Erfolg vor den eigenen Fans sorgten. 4:0 gegen Schwenningen. Das freute auch Trainer Rick Adduono: „Schwenningen hat gegen viele Top-Teams schon überrascht und heute vielleicht nicht das beste Spiel gemacht, aber es war ein tolles Spiel meiner Mannschaft. Besonders die erste Reihe hat sehr gut gespielt, aber der Grund für den Sieg heute war eine geschlossene Mannschaftsleistung aller Spieler.“

Neben Pietta kehrte auch Christoph Gawlik in den Kader zurück. Verzichten musste Adduono auf Alex Trivellato, der sich in Bremerhaven verletzt hatte. Matt MacKay schickte der Trainer als überzähligen Spieler auf die Tribüne.

Die Pinguine zeigten sich gegenüber ihren Auftritten in Bremerhaven und gegen Straubing stark verbessert. Laufbereit und zweikampfstark bestimmten sie das Spiel. Markus Nordlund tauchte alleine vor Torhüter Marco Wölfl auf, scheiterte aber am Torhüter (4.). Als die Krefelder zum ersten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, erzielte Müller nach tollem Zuspiel von Umicevic das 1:0. Adrian Grygiel hätte 30 Sekunden später nachlegen können, doch der Kapitän traf nur den Pfosten (8.).

Die Schwenninger, die von rund 700 Fans begleitet wurden, kamen nur schwer ins Spiel, Dimitri Pätzold verlebte einen ruhigen Nachmittag. Müller lieferte sich mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Kyle Sonnenburg vor der eigenen Spielerbank eine Rauferei, bei der Sonnenburg am Ende einen Treffer in das Gesicht des Torjägers landen konnte (14.). Die Pinguine verpassten es in dieser Phase den zweiten Treffer nachzulegen.

Nach einem Schuss von Martin Ness klärte Verteidiger Dominik Bittner für den geschlagenen Torhüter vor der Torlinie (18.). Die Schwarz-Gelben nahmen im zweiten Drittel zu viele Strafen in Kauf, überstanden aber alle drei Unterzahlspiele mit Glück und Geschick. Für die Pinguine vergab wieder Ness nach schönem Solo das 2:0 (29.). Das holte Pietta nach, der einen Abpraller von Wölfl ins Tor schoss. Für Pietta war es der erste Torerfolg nach acht Spielen ohne Treffer (35.).

Im letzten Drittel sorgte Müller mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 50 Sekunden für klare Verhältnisse. Zunächst bediente Pietta den Torjäger am langen Pfosten. Müller schoss unhaltbar ins obere Eck zum 3:0 (45.).

Im nächsten Wechsel startete Müller an der eigenen blauen Linie einen Alleingang und schloss trocken zum 4:0 ab — die Vorentscheidung (46.). Die Gäste enttäuschten auch im letzten Drittel. In der Schlussphase überstanden die Krefelder zwei Unterzahlspiele ohne Mühe, so dass Pätzold im zwölften Spiel für die Pinguine endlich seinen zweiten Sieg bejubeln konnte.

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