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Auf die Pinguine wartet gegen die Eisbären Berlin harte Arbeit

Auf die Pinguine wartet gegen die Eisbären Berlin harte Arbeit

Gegen den Deutschen Meister kann Trainer Rick Adduono am Freitag (19.30 Uhr) wieder auf Verteidiger Mitja Robar zurückgreifen.

Krefeld. Sechs Punkte, neun Tore, Tabellenführung. Die Pinguine haben ersatzgeschwächt ein perfektes erstes Saisonwochenende gespielt, wenn auch gegen die eher schwächeren Teams aus Düsseldorf und Schwenningen. Doch jetzt treffen die Krefelder auf die Eisbären Berlin (Freitag, 19.30 Uhr) und die Hamburg Freezers (Sonntag, 14.30 Uhr). Zwei Hochkaräter, nach denen die Pinguine wissen, wo sie in der DEL stehen. „Berlin und Hamburg haben große Erfahrung und sind schwer zu schlagen“, sagt Rick Adduono.

Der Pinguine-Trainer geht vor allem beim Spiel gegen die Eisbären mit viel Respekt an die Aufgabe: „Die Berliner sind sehr stark, sie spielen sehr gut zusammen, vor allem wenn sie einen Fehler machen.“ Adduono lobt die gute Verteidigung und Eisbären-Torwart Rob Zepp. „Er könnte ein Grund sein, nicht zu gewinnen.“

In der vergangenen Saison siegten die Eisbären unter Trainer Don Jackson im Halbfinale der Play-off gegen Krefeld und krönten sich zwei Wochen später zum Deutschen Meister. Auch unter ihrem neuen Trainer Jeff Tomlinson erwartet Adduono keine großen Veränderungen: „Das Berliner System sieht ähnlich aus wie im vergangenen Jahr. Ich sehe da keine großen Unterschiede.“ Wie können die Pinguine gegen den Tabellenzweiten gewinnen? „Wir müssen schnell sein um die Eisbären zu schlagen“, sagt Adduono. Gegen die Berliner wollen es die Pinguine mit Weitschüssen probieren und auf Rebounds lauern. „Das kann den Erfolg bringen“, sagt Adduono.

Immerhin, die Krankenstation lichtet sich. Der Trainer freut sich vor allem über Rückkehrer Robar. „Mitja will nur eines: spielen und gewinnen. Er ist ein Spieler, denn wir in unserem Kader brauchen.“ Auch die unter der Woche angeschlagenen Spieler Boris Blank, Andreas Driendl und Sinan Akdag werden am Freitag auflaufen können.

Schlechter sieht es bei Nick St. Pierre aus. Zwar ist der Verteidiger nicht schlimmer verletzt, als zuerst befürchtet (die WZ berichtete), dennoch kann er am Freitag nicht spielen. „Möglich ist ein Einsatz am Sonntag, wahrscheinlicher aber nächste Woche“, sagt der Trainer. „Jeder Schaden hat aber auch einen Nutzen“, sagt der Sportliche Berater Rüdiger Noack und meint damit Abwehrtalent Oliver Mebus. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er bringt die geistigen Qualitäten mit und strahlt auf dem Eis Ruhe aus.“ Im Tor bekommt wieder Tomas Duba den Vorzug gegenüber Lukas Lang.

Rund 4800 Tickets wurden für das Spiel am Freitagabend verkauft, dazu kommen die rund 2000 Dauerkarten-Besitzer. Einziger Haken: Zeitgleich spielt der KFC Uerdingen in der Grotenburg. „Der KFC hat noch versucht auszuweichen. Es ist etwas unglücklich, aber wir können es nicht ändern“, sagt Pinguine-Pressesprecher André Schicks.

Nach dem Heimspiel trainieren die Pinguine am Samstagfrüh, bevor sie gegen 13 Uhr nach Hamburg abreisen. Die Freezers sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, davon eine nach Verlängerung.