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Analyse: Viele harte Lektionen für die U 23 des KEV in der Oberliga

Eishockey : Viele harte Lektionen für die U 23 des KEV

Das Nachwuchsteam beendete seine erste Saison in der dritten Liga als Letzter.

Erst in den letzten vier Spielen mit dem Gewinn von zehn Punkten war der KEV mit einem Durchschnittsalter von 20,8 Jahren in der Oberliga wirklich angekommen. Zuvor war die Saison eine Achterbahnfahrt, was Trainer Elmar Schmitz mit mangelnder Erfahrung gegen zum Teil hochbezahlte Spieler erklärt. Seine Mannschaft ging am besten vorbereitet in das „Abenteuer Oberliga“, schaffte spektakuläre Ergebnisse beim Cup-Gewinn des Vorbereitungsturniers in Herne. „Da waren die echten Cracks aus der Oberliga zum ersten Mal überhaupt wieder auf dem Eis und hatten daher gegen uns keine Chance“, sagt Schmitz, der schon damals die Situation realistisch eingeschätzt hatte und die Euphorie an der Westparkstraße dämpfte. „Wir haben eine Ausbildungsmannschft, unsere jungen Spieler sollen sich an höherklassiges Eishockey überhaupt gewöhnen können.“ 

Stolz ist Schmitz darauf, dass einige junge Spieler aus seinem Team der Vorbereitung, etwa Philipp Kuhnekath, Niklas Postel oder Tom-Eric Bappert, sogar Spielpraxis im DELTeam der Pinguine sammeln konnten. Darren Mieszkowski spielte später in der DEL 2 erfolgreich bei den Frankurfer Löwen wie zeitweilig auch Constantin Vogt und sein Filius Tom. „Das ist genau das, was wir wollen, jungen Spielern ein Sprungbrett in die höheren Ligen bieten zu können,“ sagt Schmitz. Aus der Mannschaft werden nun sechs Akteure bei der U 20 von KEV-Trainer Robin Beckers mithelfen, die Division I in der Deutschen Nachwuchs-Liga in der Relegation ab dem 15. März zu erhalten. Schmitz kündigt an, dass auch in der kommenden Saison der KEV wieder eine U 23 für die Oberliga stellt, und er die Hoffnung hat, dass nahezu alle jungen Spieler dabei bleiben.

Für die KEV-Spieler, die nun Saisonpause haben, geht es ab Anfang Mai wieder mit dem intensiven Training los. In der nächsten Saison will der KEV nicht mehr Letzter werden. Man möchte dann zumindest in die Pre-Play-Offs kommen.

Der KEV war in der Oberliga mit 364 Strafminuten aus 44 Spielen das „fairste Team“. Dafür war der Zuschauerzuspruch bei den 22 Heimspielen mit einem Mittelwert von 159 für diese Liga erbärmlich, auswärts bewunderten im Durchschnitt 1233 Leute „die jungen Wilden aus Krefeld“. Der KEV hatte viel für die Zuschauer in der Rheinlandhale getan, die Aufenthaltsqualität und den Service verbessert, nur die Krefelder Eishockey-Freunde kamen so gut wie nicht. Zu 80 Prozent waren die Besucher Fans der Gäste-Mannschaften und sorgten lautstark für das richtige Eishockey-Feeling in der Rheinlandhalle. B.F.