Adduono hat die Nerven behalten

Der Kanadier hat mit einer defensiven Ausrichtung das Team im Saisonfinale auf Kurs gebracht.

Krefeld. Ein kurzes Eistraining, eine Ansprache des Trainers im König-Palast und dann ging es für die Krefeld Pinguine gegen 11.45 Uhr per Bus auf den Weg zum letzten Auswärtsspiel der Hauptrunde bei den Augsburg Panthern.

Adduono hat die Nerven behalten
Foto: Dirk Jochmann

Dort will das Team von Trainer Rick Adduono am Freitag den Einzug in die Pre-play-offs perfekt machen, um einem Zitterspiel am Sonntag (14.30 Uhr) im Duell mit den Grizzly Adams Wolfsburg aus dem Weg zu gehen. „Wir wollen in Augsburg noch mal alles abrufen, was wir in den letzten Spielen richtig gemacht haben“, sagt Adduono.

Adduono hat die Nerven behalten
Foto: Dirk Jochmann

Die Begegnung in Augsburg ist bereits das siebte Spiel in 15 Tagen für die Krefelder, die die Länderspielpause Anfang Februar genutzt haben, effizient ihre Spiele zu gewinnen und zwei Begegnungen vor Hauptrundenschluss den zehnten Platz belegen. Vier Siege holten das Adduono-Team seit der Länderspielpause aus sechs Spielen und legte dabei vor allem — wie von unserer Zeitung bereits vor Wochen prognostiziert — den Grundstein dazu in den Heimspielen. Mit drei Erfolgen.

Adduono hat die Nerven behalten

„Wir wussten, dass die Heimspiele entscheidend sein werden“, sagte Adduono. Die bittere 3:5-Pleite gegen die Kölner Haie vor zehn Tagen machten die Pinguine dabei durch den Auswärtserfolg in Straubing wett (3:1). Während die Krefelder mit drei Siegen in Serie zusammen mit dem EHC Red Bull München und den Hamburg Freezers zu den momentan erfolgreichsten Teams der Liga zählen, verloren die Augsburger ihre letzten drei Spiele. Das letzte Aufeinandertreffen der Panther und der Pinguine gewannen die Augsburger jedoch durch einen Treffer von André Reiß in der Verlängerung.

Dem Selbstvertrauen der Pinguine tat das vor der Abfahrt jedoch keinen Abbruch. „Wir wollen die Siege vier und fünf in Serie einfahren und dann schauen, wo wir landen“, sagt Adduono, der am Donnerstag erklärte, warum er beim 6:1 gegen Schwenningen trotz der komfortablen Führung mit drei Reihen zu Ende spielen ließ. Immerhin hätte auch Köln im Heimspiel gegen Iserlohn mit 3:0 geführt und dann noch 3:4 verloren — und das mit vier Reihen. Adduono: „In der DEL muss jeder Wechsel gut durchdacht sein. Es war ein Bauchgefühl — vielleicht wird es in Augsburg wieder anders sein.“

Einer, der darauf hofft, ist Andreas Driendl, der die Eiszeit gegen Schwenningen nach seiner Verletzungspause zwar genoss, jetzt jedoch mehr will. Dafür quälte sich der Center in den Trainingseinheiten seit Dienstag noch auf dem Eis als der Rest der Mannschaft bereits in der Kabine war. „Es war ein tolles Gefühl, beim Sieg gegen Schwenningen mit auf dem Eis gestanden zu haben“, sagte Driendl und ergänzte: „Doch jetzt wollen wir den vierten Sieg in Serie.“ Dieser würde dann auch dafür sorgen, dass Driendls Chancen auf mehr Eiszeit sich deutlich erhöhen.