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Jubiläum: 80 Jahre Eissport - die Geschichte der Rheinlandhalle

Jubiläum : 80 Jahre Eissport - die Geschichte der Rheinlandhalle

Eröffnung Der Krefelder Eissport feiert 80-jähriges Jubiläum. Eng verbunden mit dieser Zahl ist die Rheinlandhalle. Am 7. November 1936 wurde das von Willi Münstermann erbaute Stadion an der heutigen Westparkstraße eröffnet.

8000 Krefelder sahen das Eröffnungsspiel der German Canadiens gegen den Berliner Schlittschuhclub. Das war die Geburtsstunde des Krefelder Eishockeys.

Zerstörung Das Freiluftstadion diente ab Juni 1937 zwei Jahre auch als Schwimmstadion. Dann folgte der zweite Weltkrieg, die Gaststätte des Stadions wurde fast völlig zerstört, die Eisfläche erheblich beschädigt. Einzig die Tribüne überstand alles.

Rheinisches Derby Nach der ersten Renovierung des Hindenburgstadions, wie die Halle bis 1952 hieß, folgte am zweiten Weihnachtstag 1946 das erste Spiel nach dem Krieg. Krefeld traf auf den rheinischen Rivalen Düsseldorf.

Weltmeisterschaft Für die Weltmeisterschaft 1955, die in Krefeld, Düsseldorf, Dortmund und Köln stattfand, ließ Münstermann die inzwischen in Rheinlandhalle umbenannte Sportstätte in eine Halle mit kompletter Überdachung und einer erweiterten Westtribüne umbauen, so dass 10 000 Zuschauer die Spiele erleben konnten. Nach weiteren Umbau- und Renovierungsmaßnahmen wurde die Halle 1986 nach 50 Jahren Erbpacht von der Familie Münstermann an die Stadt übergeben.

Deutsche Meisterschaft Nach der Übernahme durch die Stadt wurde die Halle weiter renoviert, 1991 die Obere West zum Stehplatz-Bereich. Ein Jahr später entstand die Südtribüne mit 765 Sitzplätzen. 2003 erlebte die Rheinlandhalle ihre dritte deutsche Meisterschaft. Der KEV besiegte im Finale den Kölner EC. Es sollte für einige Jahre der letzte sportliche Höhepunkt der Krefelder Eis´sportgeschichte in der Rheinlandhalle bleiben.

Ablösung 2004 wurde die traditionsreiche Spielstätte durch den König-Palast abgelöst. Zwar war die Rheinlandhalle im Dezember 2006 noch einmal Austragungsort einiger DEL-Spiele, aber seitdem dient sie nur noch als Eishalle und wird für Trainingszwecke genutzt.