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1:5-Pleite in Schwenningen - Pinguine verärgern ihre Fans

1:5-Pleite in Schwenningen - Pinguine verärgern ihre Fans

Nach 1:5-Pleite in Schwenningen hagelt es harsche Kritik an den Eishockey-Profis des KEV. Die Fans fordern Konsequenzen, der Club versucht, die Anhänger zu beruhigen.

Krefeld. Es waren lange Stunden auf der Heimreise, ehe die Pinguine-Equipe die knapp 600 Kilometer von der Rückfahrt aus Schwenningen „gefressen“ hatten. So viel wohlschmeckende Kost konnte gar nicht an Bord sein, um die Zeit zu versüßen. Denn an der 1:5-Pleite haben Spieler und Verantwortliche mächtig zu kauen. Und die ersten Fans sind schon auf dem Baum. Verärgert. Missgestimmt.

Den drei Heim-Auftritten gegen München, Augsburg und Ingolstadt folgte in Schwenningen der schlechteste Auftritt der Pinguine. Sportdirektor Matthias Roos fasst das so zusammen: „Schwenningen war bereit, wir waren es nicht.“ Die Darbietung wird daher in der sportlichen Leitung nachhaltig aufbereitet werden.

Angesichts der Leistung kann man nur hoffen, dass die Profis die Worte von Roos vor dem Saisonstart nicht zu wörtlich genommen haben. Der Sportdirektor hatte ja unmissverständlich gefordert, dass die Mannschaft in den Heimspielen anders auftreten müsse, als in der vergangenen Saison. Und das eben im König-Palast die Punkte zu holen seien. Das freilich heißt im Umkehrschluss nicht, sich auswärts so zu präsentieren wie in Schwenningen.

Roos hat die Diskrepanz in der Leistung zwischen Heim- und Auswärtsspiel sehr wohl registriert, sagt: „Wenn ich nur die Liga anschaue, war Schwenningen ein Ausrutscher bei drei ordentlichen Heim-Auftritten.“ Setzt Roos das Weitwinkel-Objektiv auf, stellt er fest: „In der Vorbereitung haben wir auswärts wenig überzeugt.“ Allein in Nottingham präsentierten sich die Pinguine gut — trotz einer 2:3-Pleite. In Cardiff, Ravensburg und Iserlohn aber setzte es deftige Pleiten.

Die blutleere Vorstellung in Schwenningen am Fehlen zweier Stürmer — Tommy Kri-stansen und Justin Feser — festzumachen, liegt Roos fern. Immerhin kassierten die Pinguine vier der fünf Gegentore bei Fünf zu Fünf auf dem Eis — und zwar mit der ersten und dritten Reihe. Die gesprengte Reihe zwei ging unbeschadet von Gegentoren aus dem Spiel.

Die Fans jedenfalls haben eine klare Haltung zur Leistung des Teams in Schwenningen und geizen nicht mit Vorwürfen auf der Facebook-Seite der Pinguine wie — „Bisher schlechteste Saisonleistung! Völlig blutleere Vorstellung! Ein Rückfall in die Auftritte der Vorsaison!“ Oder: „Ich hoffe nur, dass es nicht so wird wie letzte Saison. Ich hoffe, die Verantwortlichen reißen den Spielern mal den . . . auf.“ Ein weiterer Fan schrieb: „Muss definitiv besser werden, sonst gehen die Lichter hier aus, wenn die Play-offs nicht erreicht werden.“

Andere Kommentare gingen so weit, dass der Club eingriff, sie löschte und sich vorbehält, die User zu blocken. Die Enttäuschung sei verständlich, so de Club, die Mannschaft habe sich das auch anderes vorgestellt. Gleich für die ganze Saison schwarz zu sehen, sei eher ein bisschen unfair. Die junge Mannschaft kämpfe sich zurück in Spiele, habe gegen den Meister gepunktet und gegen Ingolstadt gewonnen. Dass auch mal eine Niederlage käme, sei wahrscheinlich. Immerhin sei erst der vierte Spieltag.