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Eishockey: Kölner Haie: Schritt zurück für Identität

Eishockey : Kölner Haie: Schritt zurück für Identität

Erstmals zählt der KEC nicht zu den Favoriten.

Bereits zum zweiten Mal in Folge war im vergangenen März für die Kölner Haie das Viertelfinale die Endstation. Seit 2002 wartet der KEC nun schon auf seinen neunten Titelgewinn. Und sie könnten weiter warten müssen: Erstmals nämlich werden die Haie nicht genannt, wenn es um die Favoriten auf den Titel geht. Ihr Kader scheint an Qualität eingebüßt zu haben. Liga-Mittelmaß? Manager Mark Mahon handelte sich nicht nur die Absage des norwegischen Stürmers Mathis Olimb – Bruder des Düsseldorfers Ken-André Olimb – ein. Aus der Not soll eine Tugend werden. „Wir möchten unsere Fans mit Teamgeist und Kampf begeistern“, sagt Moritz Müller. Der Verteidiger trägt seit 2003 das Trikot der Haie. Müller begrüßt, dass nun wieder eigene Talente eingebaut werden sollen. „2010 hat mit Marcel Ohmann zum bislang letzten Mal ein Spieler aus unserem Nachwuchs den Sprung geschafft.“

Acht Jahre also wurde es verpasst, den eigenen Nachwuchs zu integrieren. Jetzt soll auch auf diesem Wege wieder für neue Identifikationsfiguren bei den Fans gesorgt werden. Zu lang wurde beim KEC mit Pseudo-Stars der schnelle Erfolg gesucht, nun will der Club mit einem Schritt zurück vorwärts kommen. Kapitän Moritz Müller trägt das Konzept mit, obwohl sich der 31-Jährige damit in Geduld üben muss. „Ich habe schon das Ziel, irgendwann mit den Haien Meister zu werden.“