Eishockey: Das sind die Besonderheiten beim DEL-Winter-Game in Köln

Eishockey : Das sind die Besonderheiten beim DEL-Winter-Game in Köln

Am Wochenende findet das große DEL Winter Game in Köln statt - dann trifft die Düsseldorfer EG auf die Kölner Haie. Alle wichtigen Informationen zu dem Spiel gibt es hier.

In den Eishockey-Anfangsjahren in Deutschland im vergangenen Jahrhundert war das Spielen unter freiem Himmel üblich. Mit dem Bau moderner Eishallen und später -Arenen wurde es eine Seltenheit und gilt inzwischen fast als spektakulär. Die Organisation eines Freiluftspiels in einer Fußballarena ist eine große Herausforderung. Zudem gibt es einige Besonderheiten.

- Die Aufbauarbeiten der 60 x 30 Meter großen Eisfläche im Kölner Fußballstadion begannen Ende Dezember. Die Fläche liegt in einem mit zehn Zentimetern ausgeschachteten Bereich und besteht aus 64 weißen Matten. Aus Schläuchen wurden 12 000 Liter Wasser auf die Fläche gepumpt. Eine chemische Alkoholverbindung hilft bei der der Herstellung der Eisfläche.

- Von den 50 000 verfügbaren Karten wurden bislang knapp 45 000 abgesetzt.

- Pro Drittel gibt es zwei statt sonst üblich nur eine Unterbrechung. So können äußere Faktoren (z.B. Regenwasser auf dem Eis) besser beseitigt werden.

- Die Drittelpausen dauern 20 statt 18 Minuten.

- Die Teams wechseln nicht wie sonst üblich nach jedem Drittel die Seiten, sondern nach dem ersten Abschnitt und noch einmal nach 50 Minuten - mitten im Schlussdrittel. So spielt jedes Team bei denselben äußeren Umständen genau 30 Minuten auf einer Seite.

- Es gelten anders als bei anderen DEL-Spielen keine Zeitlimits bei Verzögerungen. Die 60 Minuten effektive Spielzeit können so deutlich länger dauern als bei einem normalen Eishockeyspiel in der Halle (gut zwei Stunden mit Pausen).

Am Freitagvormittag durften sich die Jungs von der Düsseldorfer EG erstmals mit der Eisfläche im Fußballstadion vertraut machen.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Das bereitet den Trainern der Kölner Haie und der Düsseldorfer EG sorgen, denn es wird unter freiem Himmel gespielt. „Die Wettervorhersage haben wir zur Kenntnis genommen, die ist nicht so gut“, sagte DEG-Coach Harold Kreis am Freitag im Hinblick auf das 222. rheinische Derby am Samstag im Kölner Fußballstadion.

Für den Samstag ist in Köln Regen angesagt, was das Spielen erschweren würde. „Die Umstände sind für beide Teams gleich“, sagte Haie-Trainer Peter Draisaitl: „Entscheidend wird sein, welches Team sich damit besser zurecht findet.“

Problematisch könnten auch die transparenten Plexiglas-Banden sein, die für eine bessere Sicher der Zuschauer sorgen sollen, aber auch das Raumgefühl der Spieler beeinflussen. „Das ist schon eine Herausforderung und ein bisschen unberechenbar für die Spieler“, sagte Kreis.

(dpa)
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