Die Rückkehr der Pinguine

Die Rückkehr der Pinguine

Sieg gegen Mannheim unter Druck. Düsseldorf gewinnt weiter.

Krefeld/Düsseldorf. Die Spannung wird immer größer — und die Krefeld Pinguine melden sich eindrucksvoll zurück: Am 50. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Pinguine am Sonntag einen wichtigen Schritt Richtung Pre-Play-offs gemacht — durch einen 5:2-Erfolg gegen Tabellenführer Adler Mannheim. Damit baute das Team von Trainer Rick Adduono den Vorsprung auf die Kölner Haie auf zwei Punkte aus. Die nämlich unterlagen am Sonntag in eigener Halle den Iserlohn Roosters 3:4 (1:0, 2:1, 0:0/0:1) nach Penaltyschießen und haben nur 68 Punkte auf dem Konto.

Der achtmalige deutsche Meister Köln lag vor 14 181 Fans nach Toren von Alexander Sulzer, Nickolas Latta und Marcel Ohmann bereits 3:0 vorn. Doch Derek Whitmore, Sean Sullivan und Mike York brachten die Roosters zurück. Whitmore verwandelte den entscheidenden Penalty für die Gäste, die mit 82 Punkten als Sechster vor dem direkten Viertelfinal-Einzug stehen. Im Kampf um Platz zehn, der noch zur Teilnahme an den Vor-Playoffs berechtigt, müssen die Kölner auf Ausrutscher der Krefeld Pinguine hoffen, die noch ein Spiel mehr zu bestreiten haben. Die DEL-Vorrunde endet am 1. März.

Am Sonntag allerdings glänzten die Pinguine: In einer ausgeglichenen Partie präsentierten sich die Pinguine von Beginn an offensiv gefährlich. Es war Joel Perrault, der Nikolai Goc den Puck abjagte und zum 1:0 für den KEV traf (15.). Im Mittelabschnitt stellten die Gäste das Spielgeschehen durch zwei Treffer von Kai Hospelt (22./25.) jedoch auf den Kopf. Duba hielt sein Team danach im Spiel, ehe Tyler Beechey der Ausgleichstreffer gelang (37.). Und als Istvan Sofron den Puck in Überzahl über die Linie stocherte (50.), hatte der KEV die Partie wieder unter Kontrolle. Christian Kretschmann (58.) und Nick St. Pierre (60.) sorgten für den 5:2-Endstand.

Die Hamburg Freezers (2:0 gegen die Schwenninger Wild Wings) sind schon sicher im Viertelfinale. Nach dem 2:1-Erfolg der Nürnberg Ice Tigers bei den Grizzly Adams Wolfsburg könnten sich beide Clubs in den Vor-Playoffs wiedersehen.

Die Düsseldorfer EG bleibt die Mannschaft der Stunde in der DEL. Nach dem 4:3-Überraschungssieg bei Tabellenführer Mannheim in der Verlängerung am Freitagabend besiegte die DEG am Sonntag vor 6083 Zuschauern auch die Augsburger Panther mit 3:1 nach Toren von Daniel Kreutzer, Travis Turnbull und Rob Collins. Damit ist die Ausgangssituation vor den letzten beiden Spieltagen der Normalrunde so gut wie lange nicht mehr: Für die direkte Viertelfinal-Qualifikation (mindestens Platz sechs ist dafür nötig) fehlt dem derzeitigen Tabellenfünften nur noch ein Punkt — vorausgesetzt die Grizzly Adams Wolfsburg holen alle noch möglichen sechs Zähler. Eine weitere Personal-Wunde riss gegen Augsburg auf: Torhüter Tyler Beskorowany verletzte sich bei einer Rettungstat am Knie.