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Rheinisches Eishockey-Derby: DEG erwartet verzweifelte Kölner Haie

Rheinisches Eishockey-Derby : DEG erwartet verzweifelte Kölner zum Derby

Vor dem 227. Rheinischen Eishockey-Derby in Düsseldorf am Sonntag stehen die Kölner Haie nicht mal auf einem Play-off-Platz.

Wer die Wappen der Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga betrachtet, fühlt sich unweigerlich an die Wildnis erinnert. Da gibt es Haie und Panther, Adler und Pinguine, Tiger und Löwen, um nur einige zu nennen. Und obwohl die meisten davon mit Stärke oder gar Kampfkraft in Verbindung gebracht werden, sind nicht wenige Arten bedroht. Also nutzen die Düsseldorfer EG und die Kölner Haie die überregionale Aufmerksamkeit, die ihre Duelle gewöhnlich erfahren, um „auf das Artensterben von Tieren aufmerksam machen“, wie es in einer Mitteilung heißt. Beide Teams verzichten deswegen im 227. Rheinischen Derby am Sonntag (16.30 Uhr) auf ihre Wappentiere, die DEG spielt zudem in einem Sondertrikot.

Fernab des löblichen Engagements für die Umwelt haben die beiden Rivalen derzeit aber nicht viel gemein. Die DEG hatte zuletzt vier Siege in Folge eingefahren und steht auch nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung am Freitagabend in Ingolstadt weiter auf Rang sechs, der ihr am Ende der Hauptrunde einen Platz im Viertelfinale garantieren würde. Die Kölner wiederum haben zuletzt 14 Niederlagen am Stück kassiert und stehen auf Rang elf, der ihr am Ende der Hauptrunde gar nichts garantieren würde. Die Haie, die am Freitag sogar beim Schlusslicht in Schwenningen 0:1 verloren, könnten schon Anfang März in den Urlaub aufbrechen.

Das dürfte allerdings nicht für Trainer Mike Stewart gelten, der dann bereits den Kader für die nächste Saison planen soll. Trotz der historischen Krise wurde seine Position jüngst gestärkt, dafür musste Manager Mark Mahon gehen, der es in vier Jahren nicht geschafft hatte, einen der finanzstärksten Klubs der Liga in der Spitze zu etablieren. Nun droht gar eine Saison ohne Play-offs. DEG-Trainer Harold Kreis erwartet für Sonntag nicht umsonst eine Mannschaft, die mit dem Mute der Verzweiflung auftreten wird.

Neuer DEG-Stürmer soll am Sonntag spielen

Ganz entspannt ist aber auch die Lage bei der DEG nicht. Zwar stimmen die Ergebnisse, doch die immer neuen Verletzungen machen Kreis und seinem Kader seit Monaten zu schaffen. Derzeit fehlen in Marco Nowak und Bernhard Ebner zwei Nationalverteidiger, und im Sturm muss die DEG auf Chad Nehring und Victor Svensson verzichten.

Deswegen wurde Manager Niki Mondt am Donnerstag noch mal auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichtete den finnischen Stürmer Niclas Lucenius von Hämeenlinnan Pallokerho (HPK), für das der 30-Jährige in dieser Saison 22 Punkte (sechs Tore, 16 Vorlagen) in 43 Spielen gesammelt hat. Am Sonntag soll Lucenius erstmals spielen. Da dürfte er überrascht sein, wie laut es in einer DEL-Halle zugehen kann. Der Dome ist mit mehr als 13 000 Zuschauern ausverkauft.