Olimb sichert der Düsseldorfer EG durch den Siegtreffer Platz drei​

Eishockey : Olimb sichert Düsseldorfer EG Platz drei

Das Team von Harold Kreis ist müde, findet aber wieder einen Weg zum Sieg. In der Stadt aber nehmen davon allerdings nur wenige Notiz.

Ende gut, alles gut. Dank des achten Saison-Treffers von Ken-André Olimb gewann die Düsseldorfer EG am Sonntag gegen die Schwenninger Wild Wings vor nur 5337 Zuschauern im Rather Dome in der Verlängerung 3:2 (1:1/1:1/0:0/1:0) und beendete das erste Saison-Drittel damit auf dem dritten Platz. „Die Mannschaft hatte sich bis zur ersten Länderspielpause 31 Punkte als Ziel vorgenommen und diese erreicht. Heute haben die Jungs zwar sehr viel reagiert, statt agiert, aber einmal mehr einen Weg gefunden, zu gewinnen“, sagte Trainer Harold Kreis. Für das neu formierte Team ist der Start gelungen.

Notiz nimmt von der DEG aber weiter nur eine Minderheit in Düsseldorf. Als auf der Fahrt zum Rather Dome zwei DEG-Fans an der Haltestelle Torfbruchstraße in den mit Fortuna-Anhängern vollen Bus der Linie 730 stiegen, meinte ein Fortuna-Fan: „Ach, die DEG spielt auch heute?“ Nun, die DEG spielt rund die Hälfte ihrer Heimpartien seit jeher an Sonntagen. Der Fußball allerdings erdrückt das Eishockey immer mehr. Denn obwohl das Team um Kapitän Alexander Barta anscheinend den aktuell ansehnlicheren und erfolgreicheren Sport in der Stadt bietet, ziehen deren Bewohner die (trotz des 2:0 gegen Köln) weniger attraktive Unterhaltung vor.

Der DEG verhelfen nur weitere Sieg zu mehr Aufmerksamkeit

Das Ergebnis der Fortuna wurde im Dome dann auch lediglich mit mäßigem Beifall bedacht. Die Zuschauer spüren, dass es Erfolge der Fußballer noch schwerer machen, der DEG in der Stadt zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Nur wenige lokale Pressevertreter waren am Sonntag zur Berichterstattung vor Ort. Da helfen den Rot-Gelben wohl auch weiterhin nur Siege, Siege und nochmals Siege. Gegen Schwenningen sollte im 17. Spiel dieser Saison der zwölfte her und nach der Führung durch ein Überzahltor von Jerome Flaake (11.) schien der Weg bereitet. Fünf Minuten später aber waren auch die Wild Wings im Powerplay erfolgreich.

Bukarts gelingt gegen den
Ex-Club ein schöner Treffer

Michael Blunden brachte die Scheibe nach einer sehenswerten Kombination an Torhüter Mathias Niederberger vorbei. In der Folge tat sich die DEG schwer. Auch im zweiten Abschnitt blieben Chancen Mangelware. Am Ende des ersten Saison-Drittels wirkte die Mannschaft an diesem Wochenende auch ob der Ausfälle von Urbom, Huss, Leon Niederberger und Eder erstmals müde. Ein Geniestreich von Rihards Bukarts brachte in der 34. Minute trotzdem das 2:1. Statt vor das Tor zu passen, überraschte just der Ex-Schwenninger Gäste-Keeper Dustin Strahlmeier mit einem scharfen Schuss aus spitzem Winkel im kurzen Eck.

Die für ein Tabellenschlusslicht in Überzahl erstaunlich starken Neckarstädter aber verwerteten in Person von Mirko Sacher einen Nachschuss zum erneuten Ausgleich (39.). Die DEG mobilisierte die letzten Kräfte, erspielte sich im dritten Drittel ein klares Plus an Chancen, musste jedoch auch stets auf der Hut vor Kontern sein. Trotz aller Bemühungen ging es in die Verlängerung. Hier wogte das Spiel hin und her, bis plötzlich Bernhard Ebner freie Bahn hatte. Ebner schaufelte den Puck an Strahlmeier vorbei und Ken-André Olimb drückte sie über die Linie. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber ein Sieg ist ein Sieg“, sagte Olimb und war naturgemäß nicht ganz unzufrieden.

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