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Düsseldorfer EG: Norm Milley schießt die DEG ins Glück

Düsseldorfer EG : Norm Milley schießt die DEG ins Glück

Nach einem 0:3-Rückstand gewinnt das Team von Christof Kreutzer nach Verlängerung 4:3.

Nürnberg. Elf Siege aus den vergangenen 13 Spielen, inklusive sechs Erfolge in der Fremde hintereinander. Die Düsseldorfer EG war mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein eines Tabellenzweiten zu ihrem Duell bei den Nürnberg Ice Tigers gereist. Und nach einem verrückten Spiel hielt die Auswärtsserie des Teams von Trainer Christof Kreuter auch am Montag. Nach einem 0:3-Rückstand gewann die DEG nach Verlängerung mit 4:3 und bleibt damit Tabellenzweiter in der Deutschen Eishockey Liga. Dabei hatte es nach dem ersten Drittel absolut nicht danach ausgesehen, als hätte die DEG an diesem Abend eine realistische Chance auf Punkte.

Denn das Beste nach den ersten 20 Minuten war das Ergebnis. Auf der Anzeigetafel stand da zwar ein 2:0 für die Gastgeber, doch damit waren die Rot-Gelben zu diesem Zeitpunkt außerordentlich gut bedient. Neben den zwei Gegentreffern standen fünf Strafzeiten, ein am Knie verletzter Tim Schüle und 24:5-Torschüsse zugunsten der Ice Tigers auf dem Notizzettel. Zudem fehlte nicht viel und Trainer Kreutzer hätte frühzeitig auf der Tribüne Platz nehmen müssen, nachdem er sich wiederholt über Entscheidungen der Unparteiischen echauffiert hatte. Und tatsächlich machten die beiden Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und Bastian Haupt nebst ihren Linienrichtern nicht immer eine gute Figur.

Nach Toren von Steven Reinprecht, dem ehemaligen Düsseldorfer Patrick Reimer sowie dem 3:0 durch David Steckel in der 25. Minute schien die Partie entschieden. Doch dann fand die DEG endlich besser ins Spiel — ohne dass es dafür eine sichtbare Initialzündung gegeben hatte.

In der ersten Überzahl des Abends verpasste Kapitän Daniel Kreutzer gleich zweimal den Anschlusstreffer. Kreutzer, der in der ewigen DEL-Torschützenliste jüngst vom Münchner Michael Wolf (262 zu 261) überholt worden war, blieb aber zunächst ebenso glücklos wie seine Mitspieler.

Doch die DEG wäre in dieser Saison nicht die DEG, wenn sie nicht diesen unerschütterlichen Glauben an die eigene Stärke hätte. Und zu Beginn des Schlussabschnitts, als die Ice Tigers ihr hohes Tempo nicht mehr halten konnten, kam die DEG durch das Tor von Alexej Dmitriev auf die Anzeigetafel. In Überzahl gelang Bernhard Ebner acht Minuten vor dem Ende das 2:3 — und plötzlich schien zumindest die Verlängerung greifbar.

Der zweite Treffer der DEG zeigte Wirkung bei den Nürnbergern, die wie schon in Köln am zweiten Weihnachtsfeiertag mit zunehmender Spieldauer konditionelle Probleme offenbarten. Als Kreutzer Torhüter Mathias Niederberger vom Eis genommen hatte, geschah das, was Mitte des zweiten Drittels undenkbar schien — Rob Collins glich 85 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:3 aus und brachte sein Team in die Verlängerung. Und in dieser bestrafte Norm Milley die Pomadigkeit der Nürnberger mit dem Siegtor und seinem 16 Scorerpunkt in den vergangenen elf Spielen für die Auswärtsriesen aus Düsseldorf. Zeit zum Ausruhen gibt es aber nicht. Bereits am MIttwoch treten die „Serientäter“ aus dem Rheinland in Augsburg an.