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Mit einem 1:0-Erfolg in Schwenningen bleibt die DEG oben dran

DEG gewinnt in Schwenningen : Maximilian Kammerer denkt nicht an schnelle Rückkehr nach Düsseldorf

In den vergangenen Wochen saß der ehemalige DEG-Stürmer bei den Hershey Bears häufiger auf der Tribüne. Doch der 22-Jährige bleibt weiterhin optimistisch.

Es war das vorletzte Spiel im Kalenderjahr 2018. Maximilian Kammerer und die Hershey Bears führen in eigener Halle gegen die Providence Bruins nach zwei Dritteln mit 1:0. Am Ende steht ein 1:4 aus Sicht der Bears auf der Anzeigetafel. Wieder eine Niederlage, weiterhin der achte und somit letzte Tabellenplatz in der Atlantic Division der American Hockey League. „Es ist nicht so, dass wir ständig haushoch verlieren. Aber am Ende der Spiele treffen wir als Mannschaft nicht immer clevere Entscheidungen“, sagt der ehemalige Angreifer der Düsseldorfer EG.

Im Telefonat mit dem 22 Jahre alten Stürmer klingt ein bisschen Frust durch. Und Kammerer macht keinen Hehl daraus. Mit der sportlichen Situation seines Teams ist er nicht zufrieden. „Der Abstand zu den Play-off-Plätzen wird so immer größer. Wir haben noch 40 Spiele Zeit, um uns zu verbessern“, sagt Kammerer. Auch für ihn persönlich waren es zuletzt keine einfachen Wochen. Bei dem einen oder anderen Spiel fand er sich auf der Tribüne wieder. „Hier ist viel Fluktuation im Team. Vielleicht kommt deshalb auch keine Konstanz rein bei uns. Manchmal spielst du viel, dann sitzt du wieder draußen – ohne große Erklärung. Den einen Abend spielt deine Reihe richtig gut, am nächsten Abend werden alle Reihen umgestellt. Auch das passiert. Aber ich komme damit zurecht.“

Sieben Scorerpunkte in 19 Spielen für die Hershey Bears

Seinen Wechsel aus der DEL zur Organisation des amtierenden Stanley-Cup-Champions Washington Capitals bereut Kammerer dennoch nicht. Beim 6:3 über Hartford Wolfpack Anfang Dezember gelang Kammerer sein erster AHL-Treffer, in 19 Einsätzen kommt er bisher auf sieben Scorerpunkte. Und anders als seine Nationalmannschaftskollegen Yashin Ehliz und Marcel Noebels, die ihr Engagement in Nordamerika bereits wieder beendet haben, möchte sich Kammerer Zeit geben. Drei Jahre läuft sein Vertrag und mindestens so lange wird er auf den großen Sprung in die NHL warten – wenn es denn nötig ist. „Am Anfang ist es nicht so einfach. Neues Land, neue Sprache, neues System im neuen Team. Aber ich habe meine Entscheidung nicht bereut und gebe mir die Zeit“, erklärt Kammerer.

Der Austausch mit den Washington Capitals ist nach wie vor regelmäßig – insbesondere mit dem ehemaligen deutschen Nationaltorhüter Olaf Kölzig, der für die Capitals arbeitet. Auch wenn es sportlich nicht optimal läuft: Im Team und in der Stadt Hershey fühlt sich Kammerer wohl. Selbst die Weihnachtstage fernab von Deutschland haben bei ihm kein Heimweh ausgelöst. „Meine Freundin und ihre Schwester waren zu Besuch. Wir haben zuhaus gefeiert. Das war also eigentlich wie daheim für mich.“