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Konkurrenzkampf bei der Düsseldorfer EG wird intensiver

Vor dem Spiel in Bremerhaven : DEG hat alle Stürmer an Bord

Erstmals in dieser Saison sind alle DEG-Stürmer fit. Trainer Kreis muss am Sonntag in Bremerhaven einen draußen lassen.

Nur neun Tore und ein Sieg in den vergangenen fünf Spielen, statt wie zuvor acht nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Play-off-Platz – die Düsseldorfer EG hängt in der Deutschen Eishockey Liga derzeit etwas durch. Und auch der morgige Sonntag steht nicht unter den besten Vorzeichen: Die DEG muss ab 17 Uhr beim Spitzenteam aus Bremerhaven ran, am Abend spielt Verfolger Wolfsburg beim Schlusslicht Krefeld. Läuft es ganz schlecht für die DEG, steht sie danach nicht mehr auf einem Play-off-Platz der DEL-Nordgruppe.

Das weiß auch Manager Niki Mondt und sagt: „Das Polster ist weg, theoretisch sind wir am Sonntag nur noch Fünfter.“ Aber was er ebenfalls sagt: „Ich mache mir keine generellen Sorgen, die Jungs spielen eigentlich gut, uns hat zuletzt nur der Killerinstinkt gefehlt.“ Die Zahlen belegen das, die DEG verbrachte auch während der jüngsten fünf Spiele viel Zeit in der Offensive, hatte mehr Schüsse (57 Prozent) und Torschüsse (53,6 Prozent) als die Gegner.

Trainer Kreis lobte das Team für ein „gutes Auswärtsspiel“

Und sie hatte Chancen. Aber weil nicht mal sechs Prozent ihrer Torschüsse das Ziel fanden – in den ersten zehn Spielen waren es fast 13 Prozent – gewann sie nur einmal. „Es ist trotzdem angenehmer, als wenn wir gar keine Chancen hätten“, sagt Mondt, „natürlich geht es um Ergebnisse, aber wir haben keinen Grund, Panik zu schieben.“

Von Panik ist auch bei Trainer Harold Kreis nichts zu spüren. Nach dem 0:2 am Mittwoch in Wolfsburg lobte er sein Team noch für ein „gutes Auswärtsspiel“. Und dennoch könnte es Veränderungen geben. In Victor Svensson und Patrick Buzas sind nun auch die letzten Ausfälle in der Offensive wieder einsatzbereit. Und selbst wenn in Bremerhaven nur einer spielen sollte, hätte Kreis 13 Stürmer. Für einen bliebe nur wenig oder gar keine Eiszeit.

Die Auswahl dafür ist nicht mal klein. In der vierten Reihe mit Charlie Jahnke, Tobias Eder oder Alexander Ehl könnte etwas passieren, oder in der dritten mit Mathias From oder Matt Carey, der ohnehin auf Svenssons angestammter Position als Mittelstürmer spielt. Und selbst einen nominellen Topstürmer könnte es treffen: Max Kammerer. Gehört der 24-Jährige doch bislang zu den Unauffälligeren. Obwohl er neben Alexander Barta (neun Tore) und Jerome Flaake (sechs) spielt. Und obwohl er bereits im Spätsommer in Österreich trainieren und spielen konnte und im November für das Nationalteam auflief. Doch in der Deutschen Eishockey-Liga steht der zweitbeste DEG-Torjäger der Vorsaison (15 Tore) erst bei zwei Treffern. Und die erzielte er im selben Spiel. Bleiben zehn andere Spiele – zwischendurch war er Kammerer verletzt – ohne Tor.

Noch sei nicht entschieden, wie der Kader am Sonntag aussehen wird, aber fest steht: Ohne Verletzte wird der interne Konkurrenzkampf intensiver. Vielleicht genau zur richtigen Zeit.