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Eishockey: KEV und DEG im Derby unter Druck

Eishockey : KEV und DEG im Derby unter Druck

Nach vielen Enttäuschungen soll in der neuen Saison alles besser werden. Aber noch läuft es nicht bei den rheinischen Eishockey-Teams.

Krefeld/Düsseldorf. Die Stimmung bei den Fans der Krefeld Pinguine war am Donnerstag besonders unterkühlt. Das lag nicht nur am neuen Spiel-Termin, den sich die Deutsche Eishockey Liga und der TV-Partner „Telekom Sport“ ausgedacht haben. Und der bei den Fans alles andere als gut ankommt — lediglich 3000 Zuschauer wollten das Spiel in der Halle sehen und protestierten mit mehreren Plakaten gegen Donnerstagsspiele. Das lag auch am Spiel ihres KEV, der 2:4 gegen Bremerhaven verlor und die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel kassierte. Das war vor dem morgigen (16.30 Uhr) Spiel gegen die Düsseldorfer EG natürlich wenig hilfreich, um so etwas wie Derby-Euphorie zu erzeugen.

Es läuft mal wieder nicht rund an der Westparkstraße. Bereits in den beiden Vorjahren hatte der KEV die Play-offs verpasst. Nun sollte alles besser werden, aber trotz zahlreicher Veränderungen im Kader will es noch nicht klappen. Nur ein wenig besser sieht es in Düsseldorf aus, wo sie den Kader nach dem enttäuschenden Vorjahr (Platz elf) ebenfalls kräftig ausgemistet haben. Und wo sogar Trainer und DEG-Urgestein Christof Kreutzer gehen musste. Unter Neu-Coach Mike Pellegrims spielt das Team nun zwar schneller und offensiver, weil in Unterzahl aber kaum etwas klappt und die DEG vorne zu viel liegen lässt, gab es aus den ersten vier Spielen lediglich fünf Punkte. Das gestrige fünfte Spiel beim Vizemeister Wolfsburg war beim Druck dieser Ausgabe noch nicht beendet.

Entsprechend stehen am Sonntag beide Teams unter Druck. Sie wollen den Abstand zu den Play-off-Plätzen ja nicht gleich wieder zu groß werden lassen. Und vor allem wollen sie die zuletzt so oft enttäuschten Fans zurückgewinnen. Insofern war es eine gute Nachricht, die Niki Mondt, der Sportliche Leiter der DEG, unter der Woche verkünden durfte: Deutlich mehr Spielerfrauen als sonst hätten sich für das Auswärtsderby um Karten bemüht. Das ist ja schon mal ein Anfang.