Kapitän Alex Barta sieht eine breitere Basis​ im Team der neuen DEG

Eishockey-Interview : Barta sieht eine breitere Basis

Der DEG-Kapitän lobt die Zusammenstellung und sieht seine Mannschaft nach der Schweiz-Tour bereit für den Saisonstart.

Alexander Barta geht in sein viertes Jahr bei der DEG. Wenige Tage vor dem Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga spricht der Kapitän im WZ-Interview über die Vorbereitung, die jungen Spieler im Kader und Erwartungshaltungen.

Herr Barta, wie zufrieden sind Sie als Kapitän mit der Saisonvorbereitung?

Alexander Barta: Die Vorbereitung verlief insgesamt positiv. In den ersten Testspielen weißt du nie so genau, wo du stehst. Mit den Partien in der Schweiz können wir ganz zufrieden sein. Letztendlich ergibt sich erst nach den ersten Ligaspielen ein klareres Bild.

Cheftrainer Harold Kreis legt keinen allzu großen Wert auf die Ergebnisse der Testspiele. Wie sehen das die Spieler?

Barta: Klar, die Ergebnisse haben nicht dieselbe Wichtigkeit wie ab kommenden Freitag. Aber wenn du auf dem Eis stehst, möchtest du immer gewinnen. Auch in einem Testspiel. Mit Sicherheit wäre es nicht gut, wenn man alle Vorbereitungsspiele verlieren würde. Jeder Einzelne und das gesamte Team ziehen aus diesen Spielen Selbstvertrauen. So ist es hilfreich, wenn es positive Ergebnisse gibt.

Ein großes Thema in der Sommerpause war, dass die DEG nun über mehr Breite und Tiefe im Kader verfügt. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Barta: Da haben alle einen guten Job gemacht. Wir sind tatsächlich breiter aufgestellt als im vergangenen Jahr. Welche Reihe am meisten produziert, wissen wir erst, wenn die Saison ein bisschen älter ist. Die Voraussetzungen sind aber geschaffen, damit das Team nicht mehr von der Produktivität einer Reihe abhängig ist.

Nach den Abgängen von Philip Gogulla und Jaedon Descheneau haben Sie in Maximilian Kammerer und Reid Gardiner zwei neue Sturmpartner. Gibt es da erkennbare Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Barta: In den Testspielen haben alle bereits ihre Tore erzielt. Solche Erfolgserlebnisse sind wichtig, und die haben wir als Reihe gehabt. Reid hat einen guten Schuss und kann läuferisch alles mitgehen. Aber ich bin prinzipiell kein großer Fan solcher Vergleiche. Und mit Maxi habe ich ja schon einmal in einer Reihe zusammengespielt. Das ist vom Start weg natürlich eingespielter.

Die DEG hat viele junge Profis im Kader – auch aufgrund der Regel, mehr U 23-Spieler einsetzen zu müssen. Wie erleben Sie als Routinier die jungen Kräfte?

Barta: Auch da muss ich Harold Kreis und Niki Mondt ein Lob aussprechen. Sie haben junge Spieler geholt, die menschlich absolut top sind, sich immer verbessern wollen und die richtige Einstellung mitbringen, um den Schritt zu schaffen, ein etablierter DEL-Profi zu werden. Natürlich hat sich die junge Generation schon ein bisschen verändert. Aber das ist doch überall so und ist nicht negativ gemeint. Es gibt einige, die von ihrer Art her frecher sind, was auch gut ist. So lange junge Spieler es nicht übertreiben, sollen sie auch so sein. Ich bin damals auch nicht mit einem 35 Jahre alten ausländischen Spieler einen Kaffee trinken gegangen. Da waren die jungen Spieler doch manchmal mehr für sich. Im Bus wird sich vielleicht nicht mehr so viel unterhalten wie früher. Aber das ist auch keine Eishockey-spezifische Erfahrung. Die Mischung muss stimmen und das ist bei uns der Fall.

Wie sehen Sie das Thema „Erwartungshaltung“ rund um die DEG? Ist das mehr Medien- und Fan-Thema?

Barta: Die Erwartungen in Düsseldorf sind relativ hoch. Das war schon immer so. In Düsseldorf ist man sehr schnell euphorisch und genauso schnell unzufrieden, wenn es nicht gut läuft. Letztes Jahr haben wir eine tolle Saison gespielt, auch wenn noch immer ein bisschen im Raum steht, dass die zweite Hälfte nicht gut war. Letztendlich haben Verein und Mannschaft die Ziele komplett umgesetzt. Jetzt wollten wir das natürlich wiederholen und dann vielleicht noch einen Schritt weitergehen.

Weitere Infos zur DEG und ein Fazit im Video:

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