Eishockey: Die Tops und Flops des DEG-Wochenendes

Eishockey: Die Tops und Flops des DEG-Wochenendes

Kurz vor der zweiten Länderspielpause der DEL-Saison gibt es zwei Niederlagen für die Düsseldorfer Eishockeyprofis: ein 1:2 gegen Mannheim und ein 1:4 in München. Was lief gut? Was schlecht?

1:2 gegen Tabellenführer Mannheim, 1:4 beim Tabellenzweiten München, den eigenen dritten Platz an den Erzrivalen aus Köln verloren – das Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga hatte sich die Düsseldorfer EG gänzlich anders vorgestellt. Trotzdem gab es aus positive Aspekte. Hier kommen die Tops Flops. 

Top: Gesamterlebnis

Schlussphase (spätes Gegentor) und Ergebnis (1:2) sorgten nicht gerade für gute Laune bei allen Rot-Gelben, und dennoch war der Freitagabend ein guter für die DEG. Mehr als 12 000 Zuschauer waren im Dome und sahen ein spannendes, umkämpftes und phasenweise gar hochklassiges Spiel zweiter stets fairer Topteams auf Augenhöhe. Es gab schon düsterere DEG-Tage in den vergangenen Jahren.

Flop: Individuelle Aussetzer

Ohne Fehler würde jedes Spiel 0:0 ausgehen, aber wie leichtfertig die DEG an diesem Wochenende Tore herschenkte, war schon auffällig. Das 1:2 gegen Mannheim und die beiden ersten Gegentreffer in München legte sich die DEG durch unnötige Scheibenverluste fast selbst rein. An zwei von dreien war Alexandré Picard beteiligt, was einem NHL-erfahrenen 33-Jährigen nicht passieren darf.

Top: Defensive gegen Mannheim

Dennoch war die Abwehrleistung gegen den Tabellenführer aller Ehren wert. Und das galt für alle Mannschaftsteile. Nach 26 Minuten hatten die Adler erst fünf Mal aufs Tor geschossen. Meist kamen sie gar nicht vernünftig ins Angriffsdrittel, weil die DEG die blaue Linie hielt und die Scheiben hinten einfach und direkt rausspielte. Auch danach ließ die Defensive um den überragenden Kevin Marshall nicht viel zu.

Flop: Offensive

Zwei Tore an einem Wochenende sind schlichtweg zu wenig. Gegen Mannheim mag das noch an der schlechten Chancenverwertung gelegen haben, in München fiel der DEG lange kaum etwas ein. Schlampige Pässe und wenige gewonnene Zweikämpfe in der Offensive sorgten dafür, dass sie kaum in vernünftige Abschlusssituationen kam. Die gerade mal 30,4 Prozent Torschüsse aus der gefährlichen Zone direkt vor dem Tor sind der schlechteste Wert aller 14 DEL-Teams an diesem Wochenende. Selbst ließ die DEG aber 48,4 Prozent aus dem so genannten Slot zu.

Top: Endlich Pause

Zahlreiche Verletzte, zu viel Last auf zu wenigen Schultern, zuletzt nur ein glatter Sieg aus neun Spielen — die DEG geht derzeit auf dem Zahnfleisch. Da kommt die Länderspielpause gerade recht. Die Spieler haben nun fünf Tage frei, um auch mal mental abzuschalten. Ab dem Wochenende wird wieder trainiert, das nächste Spiel steigt am 15. Februar daheim gegen Bremerhaven. Vielleicht sind bis dahin ja wieder ein paar Verletzte zurück.

Flop: Negativ in die Pause

Die grundsätzliche Stimmung ist immer noch gut bei der DEG. Platz zehn und damit die Pre-Play-offs sind längst sicher, aber der Vorsprung auf Rang sieben ist geschmolzen. Durch die zwei jüngsten Niederlagen und den Verlust des dritten Tabellenplatzes geht die DEG ohne Erfolgserlebnis in die Pause.

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