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Eishockey: DEG-Torhüter Pantkowski über Vorbilder und große Fußstapfen

Interview : Mirko Pantkowski: „Das ist mehr Ehre als Druck“

Der neue Torhüter der Düsseldorfer EG spricht über große Fußstapfen, die Vorbilder Dominik Hasek und Henrik Lundqvist sowie seine Ambitionen.

Sein Debüt in der Deutschen Eishockey Liga bestritt Mirko Pantkowksi bereits in der Saison 2016/17. Nach insgesamt sechs Jahren bei den Adlern Mannheim wechselte der 22-Jährige nun zur Düsseldorfer EG und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Im Team von Trainer Harold Kreis möchte der Torhüter gerne die Nummer eins werden.

Herr Pantkowski, was sagen Ihnen die Namen Helmut de Raaf, Andrej Trefilov, Jamie Storr und Bobby Goepfert?

Mirko Pantkowski: Das waren allesamt Top-Torhüter und alle sind DEG-Legenden. Ich trete in große Fußstapfen, das ist mir absolut bewusst. An Trefilov kann ich mich noch gut erinnern, dem habe ich als Kind immer gerne zugeschaut. Genauso habe ich natürlich auch Storr und Goepfert vor Augen. Für mich ist die Nachfolge mehr Ehre als Druck. Letzteren hast du in unserem Geschäft ohnehin immer, egal wo du spielst. Ich freue mich sehr darauf, künftig einen Traditionsverein wie die DEG repräsentieren zu dürfen.

Von wem haben Sie sich als junger Torhüter denn in Mannheim besonders viel abschauen können? Und wer waren die Vorbilder in der Jugend?

Pantkowski: Von Dennis Endras, der nicht nur auf dem Eis einfach ein guter Tippgeber ist. Er ist ein Top-Typ, der mir viel gezeigt und mitgegeben hat. Vom Stil her ganz anders war Chet Pickard. Aber auch bei ihm konnte ich mir einiges abschauen. Gleiches gilt für Johan Gustafsson. Jetzt möchte ich möglichst viel von dem Gelernten bei der DEG zeigen. In der Jugend waren die Top-Leute in der NHL meine Vorbilder. Insbesondere Dominik Hasek und Hendrik Lundqvist. Von denen habe ich mir immer Videos im Internet angesehen.

Viele DEL-Vereine haben meist einen erfahrenen und einen jungen Torhüter in ihren Reihen. Bei der DEG wird das kommende Saison anders sein. Sie und Hendrik Hane kommen gemeinsam gerade einmal auf neun DEL-Spiele. Was bedeutet das?

Pantkowski: Für uns beide ist das die beste Lösung. Hendrik und ich werden uns gegenseitig pushen. Wir sind beide jung, hungrig, talentiert und haben schon in Junioren-Nationalmannschaften gespielt. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Finnland oder in der Schweiz ist eine solche Konstellation nicht ungewöhnlich. Und sie funktioniert dort. Wir möchten zu Top-Torhütern heranwachsen. Das Potenzial haben wir beide. Es wird keine unmögliche Herausforderung.

Aber Sie würden schon gerne die Nummer eins werden, oder?

Pantkowski: Das ist das persönliche Ziel eines jeden Torhüters. Für mich geht es darum, mich kontinuierlich zu steigern. Alles Schritt für Schritt. Wir wollen beide so viele Spiele wie möglich absolvieren.

Was sind denn Ihre größten Stärken auf dem Eis?

Pantkowski: Es ist immer nicht so einfach, sich selbst zu charakterisieren. Ich versuche immer sehr viel Ruhe auszustrahlen und meinem Team damit Sicherheit zu vermitteln. Mein Positionsspiel ist gut und ich zähle jetzt mal dazu, dass ich mich auch mal aus der Komfortzone herauswage.

Und die größten Schwächen abseits der Eisfläche?

Pantkowski (lacht): Aktuell auch das Eis. Bei den Temperaturen verzehrt man dann doch ein bisschen mehr davon als üblich.

Wie würden Sie folgenden Satz beenden? Mirko Pantkowski führt die DEG. . .

Pantkowski: . . .zur Meisterschaft. Dafür spielst du als Profi schließlich. Play-offs würde an dieser Stelle doch jeder sagen. Nein, mal ganz sachlich: Natürlich wäre das mein Wunschziel, aber ich hoffe mit der DEG auf die Top-Sechs. Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Das ist ein Ziel, das wir mit unserer Mannschaft in den Blick nehmen können.