Eishockey: DEG-Stürmer Olimb hat wieder zu alter Stärke gefunden

Eishockey : DEG: Olimb lacht wieder häufiger

Der Norweger hat nach einem eher enttäuschenden Jahr wieder zu alter Stärke gefunden.

Die Zahlen sahen eigentlich ganz ordentlich aus. Mit 13 Toren und 18 Vorlagen in 50 Hauptrundenspielen enttäuschte Ken André Olimb in der vergangenen Saison beim ersten Blick auf seine persönliche Statistik nicht. Doch zufrieden waren sie bei der Düsseldorfer EG mit dem Norweger trotzdem nicht so richtig. Und auch der immer höfliche Profi aus Oslo stand nur selten lachend vor den Mikrofonen. In der Reihe mit Calle Ridderwall und John Henrion funktionierte vor allem nach dem Jahreswechsel nicht mehr viel. Und das sorgte für Frust. Dabei hatten sich alle bei den Rot-Gelben so viel von den Rückkehrern Ridderwall und Olimb versprochen. Am Ende der Saison quälte sich Letzterer dann auch noch mit einer lädierten Schulter durch die Play-off-Serie gegen Augsburg und ließ sich nach dem Viertelfinal-Aus an dieser operieren.

Nun ist Olimb längst zurück. Genau wie sein Lachen. Nach anstrengender Reha-Phase und verspätetem Einstieg ins Sommertraining hat sich der 30-Jährige kontinuierlich gesteigert und in der Deutschen Eishockey Liga sowie bei seinem Klub wieder in den Mittelpunkt gespielt. „Kenny musste sich durchbeißen. Es war bei ihm nie eine Frage der Einstellung. Trotzdem hatte er eine für ihn frustrierende Saison hinter sich. Aber jetzt spielt er in einer Sturmreihe mit Chad Nehring und Luke Adam, in der alle hart arbeiten und die gut funktioniert. Er ist unbestritten ein sehr guter Eishockeyspieler“, sagt DEG-Trainer Harold Kreis über den Norweger.

Überragendes Vier-Punkte-Spiel beim 6:0 in Bremerhaven

Mit sieben Toren und sechs Assists kommt Olimb in den bisherigen 15 Saisonspielen auf fast einen Scorerpunkt pro Partie. Vier gelangen ihm beim 6:0-Auswärtssieg in Bremerhaven (zwei Tore, zwei Vorlagen). Doch Olimb fällt nicht nur durch Scoring auf. Der Mittelstürmer ist wieder ein echter Führungsspieler beim Tabellendritten. „Ich habe nach meiner Verletzung tatsächlich länger gebraucht, um wieder in einen Rhythmus zu finden. Aber es ist besser und besser geworden. In meiner Reihe funktioniert es einfach gut. Vielleicht weil wir auf dem Eis häufig dasselbe denken und zudem unsere verschiedene Stärken einbringen können“, sagt Olimb. Wie gut die Chemie in der nominell zweiten Angriffsreihe ist, zeigte sich bereits zum Ende der Vorbereitung. In den drei Testspielen in der Schweiz gehörten das Trio zu den Besten. Nach 15 DEL-Spielen haben auch Adam (zehn) und Nehring (elf) bereits zweistellige Punktezahlen erreicht.

Olimb, mittlerweile 198-maliger Nationalspieler Norwegens, ist und bleibt bei allem Lob für ihn und seine Mannschaft stets bescheiden. „Klar bin ich zufrieden, wie es derzeit für mich läuft. Das ist sicher besser als im vergangenen Jahr. Aber wir sind noch immer früh in der Saison. Viel wichtiger ist natürlich ohnehin, dass wir weiter möglichst viele unserer Spiele gewinnen“, erklärt er und setzt sein charmantes Lachen auf. Sollte dies auch in den kommenden Wochen häufiger zu sehen sein, dann ist klar: Für Olimb und die DEG läuft es. „Dafür müssen wir uns aber auch weiter den Hintern aufreißen“, sagt dieser. Und lacht erneut. Wie so oft derzeit.