Eishockey: DEG ringt Wolfsburg nieder

Deutsche Eishockey Liga : DEG ringt Wolfsburg nieder

Lange Zeit sehen die Zuschauer im Dome ein zähes Spiel, dann dreht die DEG auf und gewinnt gegen Wolfsburg mit 3:1. Durch den Sieg klettert das Kreis-Team auf Rang drei der DEL.

Er war lange Zeit zäh, der Eishockey-Abend in Rath. Denn er bot zwei personell gebeutelte Mannschaften, die mehr arbeiteten, als spielten und ein Publikum, das das Geschehen größtenteils schweigend hinnahm. Doch als es losging, dann gleich richtig: Da standen die knapp 6500 Zuschauer geschlossen auf und feierten ihre Mannschaft, die wieder einen Weg gefunden hatte, ein Spiel im letzten Drittel für sich zu entscheiden. Am Ende gewann die DEG mit 3:1 (0:1, 1:0, 2:0) gegen die Grizzlys Wolfsburg und kletterte auf Rang drei der Deutschen Eishockey Liga.

„Hart umkämpft“ sei das Spiel gewesen, sagte DEG-Trainer Harold Kreis hinterher und meinte das keinesfalls als Kritik. Da könnte man ja durchaus drauf kommen, wenn ein Spitzenteam sich gegen den Vorletzten lange schwertut. Vor allem, wenn es denselben Gegner am selben Ort ein paar Wochen zuvor mit 7:2 aus der Halle schoss.

Olimb musste kurzfristig absagen

Damals war die DEG allerdings auch komplett, gestern musste neben den seit Längerem fehlenden Bernhard Ebner, Jerome Flaake und Manuel Strodel auch Ken-André Olimb kurzfristig mit einer Erkältung passen. Das merkte man der DEG an, die „nicht so tief besetzt ist“, wie Manager Niki Mondt zurecht anmerkte.

Der schlechte Start mit dem frühen Rückstand nach nicht mal drei Minuten war damit allein dennoch nicht zu erklären. „Wir waren etwas sorglos mit der Scheibe“, sagte Alexander Barta, der wegen Olimbs Ausfall Schwerstareit leisten musste. Mehr als 25 Minuten stand der Mittelstürmer auf dem Eis — auch, als der ganz starke Marco Nowak den Ausgleich (21.) erzielte. Und selbstredend, als er selbst für den Siegtreffer in Überzahl sorgte (50.).

Das Überzahlspiel hatte Trainer Kreis im Vorfeld als Schlüssel ausgemacht, immerhin hatte die DEG in den ersten beiden Saisonvergleichen fünf Powerplay-Tore geschossen. Nun klappte es also wieder. Der dritte Treffer von John Henrion mit der Schlusssirene war nur noch für die Statistik.

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