Ein Sieg der ganz harten Kerle

Ein Sieg der ganz harten Kerle

Die DEG gewinnt 2:1 gegen München — mit dem schnell genesenen Torwart Goepfert und Stürmer Olimb.

Düsseldorf. Eishockeyprofis sind harte Kerle, wie Bobby Goepfert und Ken André Olimb von der Düsseldorfer EG. Beide standen am Dienstag nach schmerzhaften Verletzungen wieder für ihr Team auf dem Eis. Torhüter Goepfert hatte sein Rückkehr zwei Tage, nachdem er von einem Puck am Kehlkopf getroffen wurde, sogar angekündigt. „Der Hals schmerzt zwar noch, sonst bin ich aber fit und will der Mannschaft helfen“, sagte der 30 Jahre alte Amerikaner vor dem ersten Bully. Goepfert spielte mit einem speziellen Kehlkopfschutz und bot beim 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) gegen den EHC München eine starke Leistung. Mann des Tages bei der Düsseldorfer EG war der zweifache Torschütze Alexander Preibisch.

Zweiter Rückkehrer im Team der DEG war Ken André Olimb, der einen Monat nach seinem Trümmerbruch im Daumen mit einer Spezialmanschette an der Hand auflief. Damit hat sich die einst so elend lange Ausfallliste der DEG weiter verkürzt. Und doch musste Trainer Christian Brittig weiterhin auf die verletzten Stefan Ridderwall (Gehirnerschütterung), Andreas Martinsen (Meniskus-OP), Colin Long (Bluterguss im Oberschenkel) und Corey Mapes (Innenbandanriss im Knie) verzichten, immerhin musste Daniel Kreutzer am Dienstag nach seiner acht Spiele dauernden Sperre zum letzten Mal aussetzen.

Die DEG nahm den Schwung aus dem Derby gegen Köln mit, durch den Einsatz des Norwegers Olimb in der ersten Angriffsreihe mit Ashton Rome und Justin Bostrom stieg zugleich die spielerische Qualität beträchtlich.

Düsseldorf hatte zwar anfangs die besseren Chancen, aber in den Anfangsdruck der Gastgeber fiel das Führungstor für München durch Daniel Sparre (14.). Das Team von Trainer Christian Brittg blieb bissig und spielte offensiv, aber ein Tor für die DEG fiel auch im Mittelabschnitt nicht, obwohl es durchaus genügend Chancen gab.

Der EHC München auf der anderen Seite konnte seine wenigen Kontermöglichkeiten nicht nutzen. Und dann schlug Alexander Preibisch zu: In der 44. Minute erzielte er den Ausgleich. Und in der 54. Minute legte er unter dem Jubel der 4408 Zuschauer im Rather Dome das Siegtor nach. Der Rest war Jubel in Düsseldorf.

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