Ein Derby für die Ewigkeit

Ein Derby für die Ewigkeit

Für das 183. Spiel zwischen der DEG und den Haien sind 12000 Karten verkauft.

Düsseldorf. Walter Köberle kennt das doppelte Derby-Gefühl ebenso wie die ehemaligen Klassestürmer Dieter Hegen und Gerd Truntschka oder Tino Boos und Niki Mondt, die jetzt für die Hannover Scorpions aufs Eis gehen.

Diese Eishockeyprofis haben sowohl das Trikot der Düsseldorfer EG als auch das der Kölner Haie getragen. "Diese Spiele haben besonderen Charakter.

Die Atmosphäre ist aufgeheizter als sonst", sagt Walter Köberle, der als Teamleiter der Metro Stars am Sonntag bei der 183. Auflage des rheinischen Derbys wie gewohnt seinen Platz hinter der Bande neben DEG-Trainer Harold Kreis einnimmt.

"Dieses Spiel muss einfach jeden mitreißen. Allein schon bei dieser Kulisse", sagt der 49-jährige Kreis. 13400 Zuschauer fasst der Dome, der in dieser Saison noch nicht ausverkauft war. Eine neue Saisonbestmarke wird es geben, bisher wurden 12000 Eintrittskarten verkauft.

In den Vorjahren war das Aufeinandertreffen beider Teams meist ein Spitzenspiel in der Deutschen Eishockey Liga. Diesmal ist es anders. Die Kölner Haie (46 Punkte) kämpfen als Tabellen-15. fast schon um die letzte Chance auf die Play-off-Qualifikation, die DEG (66) ist auf dem besten Weg, sich direkt für die Play-offs zu qualifizieren.

"Egal, wo die Kölner in der Tabelle stehen, wir dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen. Wir müssen ähnlich stark wie beim Sieg gegen Augsburg auftreten", sagt der Trainer, der das bisherige Abschneiden der Haie als "tragisch" bezeichnet.

"Die Kölner hatten einen schlechten Start, dazu war der Druck sehr groß. Nach und nach ist dann das Selbstvertrauen bei den Spielern geschwunden", sagt Kreis. "Aber die DEL braucht eine starke Kölner Mannschaft. Das ist ein absoluter Traditionsverein."

"Es ist schon bemitleidenswert, was bei uns passiert", sagt Kölns Manager Rodion Pauels. Es sieht momentan so aus, als ob die Haie zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Play-offs verpassen werden. Der finanziellen Verlust würde Millionenhöhe erreichen.

Auf der anderen Seite will die DEG am Sonntag Werbung in eigener Sache betreiben. "Vor einer solchen Kulisse spielt jeder Eishockeyprofi gerne. Wenn die Halle voll ist, beflügelt das die Spieler", sagt Harold Kreis.

Fehlen wird bei der DEG lediglich Marian Bazany. Der Verteidiger hat sich beim Spiel in Ingolstadt (3:5) seine dritte Disziplinarstrafe und ist für das Derby gesperrt.

Der Live-Ticker auf www.wz-newsline.de zum Derby am Sonntag zwischen der DEG und den Haien (14.30Uhr) ist ab 14 Uhr online.

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