Düsseldorfer EG verliert Eishockey-Derby bei den Krefeld Pinguinen

3:4 in Krefeld : DEG verliert das nächste Derby

Hat die DEG dieses Jahr ein Problem mit Spielen gegen die Nachbarn? Das 3:4 in Krefeld nährt den Verdacht.

Die Szenen glichen doch auffallend denen von vor zwei Wochen. Auch da war die DEG als Favoritin in ein Derby gegangen. Auch da hatte sich der kriselnde Gegner vom Spiel gegen den alten Rivalen den großen Umschwung versprochen. Auch da war die Halle voll. Und auch da wurde noch Minuten nach der Schlusssirene gefeiert, während die DEG-Spieler längst in der Kabine verschwunden waren. Damals in Köln hieß es 1:4 aus Sicht der Düsseldorfer, nun in Krefeld 3:4.

Zwar konnte auch die fünfte Saisonniederlage nichts daran ändern, dass die DEG weiter zur Spitzengruppe der Deutschen Eishockey Liga gehört, die Laune war hinterher dennoch gehörig im Keller. Manager Niki Mondt wollte gar nichts sagen, Trainer Harold Kreis lobte vor allem den leidenschaftlich kämpfenden Gegner. Von ihrem Auftritt bei einem Team, das zehn seiner vergangenen elf Spiele verlor, hatten sie sich alle mehr versprochen. Erst recht nach der frühen Führung in der zweiten Minute.

Das 1:0, es blieb das einzige herausgespielte DEG-Tor des Tages. Der zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich resultierte aus einem Geschenk der Krefelder, das 3:4 war ein Verzweiflungsschuss. Spielerisch klappte hingegen wenig, „weil wir nicht genug Zeit in der offensiven Zone verbracht haben und wir nicht den Rhythmus gefunden haben“, sagte Kreis, der auch mit dem Überzahlspiel nicht einverstanden war. Während der vier Möglichkeiten gab es kaum Torgefahr. Besser machte es der KEV, der zwei seiner sechs Powerplays nutzte.

Da stellt sich die Frage, ob die DEG diese Saison ein Problem mit Derbys hat. Zwar gewann sie drei ihrer bisherigen fünf Spiele gegen Teams aus NRW, aber auch die beiden siegreichen Duelle mit Iserlohn sowie der erste gewonnene Saisonvergleich mit dem KEV waren alles andere als Glanzleistungen. Marco Nowak wollte dahinter dennoch kein Muster erkennen: „Die Sachen haben heute einfach nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgenommen haben. Die Scheiben sind nicht für uns gesprungen, die Gegner standen immer perfekt“, sagte der Verteidiger, der aber zugeben musste, „dass wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht haben“.

Lange damit aufhalten wollte er sich allerdings nicht: „Das müssen wir schnell abhaken, am Sonntag geht es wieder um wichtige drei Punkte.“ Dann kommt um 17 Uhr Schlusslicht Schwenningen in den Dome.

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