Düsseldorfer EG: So war das Spiel gegen Schwenningen

Eishockey : Die DEG startet minimal maximal ins neue Jahr

Mit der knappsten aller Niederlagen hatte sich die Düsseldorfer EG aus dem Jahr 2018 verabschiedet, mit dem knappsten aller Siege ist sie ins Jahr 2019 gestartet.

Das Team von Harold Kreis gewann am Mittwoch bei den Schwenninger Wild Wings vor 3914 Zuschauern im Bauchenberg-Stadion mit 1:0 (0:0/0:0/1:0) und blieb so auch im dritten Saison-Duell mit dem Gegner von der Neckar-Quelle ohne Gegentreffer. Diesmal wahrte Frederik Pettersson-Wentzel im Tor die "weiße Weste".

DEG-Trainer Harold Kreis hatte seine Spieler gewarnt, sich von der Tabelle blenden zu lassen. Denn auch wenn die Wild Wings zum Jahres-Ausklang gegen Köln (1:4) und in Augsburg (1:8) zwei Rückschläge hinnehmen mussten, so hat der neue Trainer Paul Thompson dem Schlusslicht insgesamt doch wieder Leben eingehaucht. Thompson ist der erste britische Übungsleiter in der DEL, noch bis Anfang Oktober stand er hinter der Bande der Sheffield Steelers. "Ich hatte aber das Gefühl, dass ich in meiner Karriere ganz langsam mal den nächsten Schritt machen sollte", sagte der 53-Jährige und fügte als Warnung für alle Gegner gleich mal hinzu: "Ich bin ein lausiger Verlierer."

Zu Beginn tauchten die Wild Wings oft frei vor dem DEG-Tor auf

Olimbs frühe Strafzeit hätte den Briten da ein wenig beruhigen können, doch Andrée Hult scheiterte nach zwei Minuten am schwedischen Landsmann Frederik Pettersson-Wentzel im Tor der DEG. Die musste kurzfristig auf Angreifer Jerome Flaake verzichten, der am Morgen beim Training umgeknickt war. Dennoch machte die DEG den reiferen Eindruck, ließ aber zu Beginn durch ungenaue Pässe gefährliche Konter zu. So scheiterte Sacher nur knapp (6.), dann musste Nowak gegen Rech sein ganzes Zweikampf-Können aufbieten (8.) und kurz darauf tauchte auch Bartalis vor Wentzel auf (11.).

In der Folge aber gewann die DEG die Oberhand. Deutlich mehr Scheibenbesitz brachten ein optisches Übergewicht, doch entweder kamen die Schüsse nicht platziert genug oder es wurde im Passspiel zu oft eine falsche Entscheidung getroffen.

Erschwerend kam hinzu, dass Strahlmeier im Tor der Hausherren einen guten Tag erwischt hatte. So entschärfte er den Alleingang von Descheneau (23.) wie auch den Fernschuss von Nowak (27.) und hatte das Glück des Tüchtigen, als Ken-André Olimb in der 37. Minute aus kurzer Distanz den Pfosten traf.

Wie schon in den ersten beiden Saison-Duellen der beiden Kontrahenten, bahnte sich erneut ein Geduldsspiel an. Sowohl beim 3:0 als auch beim 4:0 waren alle Treffer erst im dritten Drittel gefallen. Diesmal brauchte es dann sogar ein Überzahlspiel, um die Weichen zu stellen. Als Barta abzog, hielt Gogulla den Schläger dazwischen und in der 49. Minute war der Bann damit endlich gebrochen. Den Rest erledigte Frederik Pettersson-Wentzel, der gegen Hult und Bittner kurz vor Schluss die drei Punkte sicherte.