Düsseldorfer EG: Die DEG-Saison in Zahlen

Düsseldorf EG : Die DEG-Saison in Zahlen

45 Spieltage sind absolviert in der Deutschen Eishockey Liga, die Düsseldorfer EG steht auf Rang vier. Warum? Das zeigen wir in 15 weiteren Statistiken.

Sie würden die kleine Pause jetzt nicht wirklich herbeisehnen, hat Patrick Buzas vergangene Woche gesagt. Aber auch ihm war anzumerken, dass die freie Woche, die die Deutsche Eishockey Liga ihren Spieler derzeit gönnt, zum richtigen Zeitpunkt kommt. 45 Spieltage waren in nicht mal fünf Monaten zu absolvieren. Da tut es ganz gut, dass Trainer Harold Kreis seinen Mannen bis zum Wochenende freigegeben hat, erst dann wird wieder trainiert. Zeit also, auf die bisherige Saison zu blicken. Ein Rückblick in Zahlen. Los geht es heute mit Mannschaftsstatistiken.

78 Punkte hat die DEG bislang geholt. Das sind bereits zehn mehr als in der kompletten Vorsaison. Und das ist der viertbeste Wert der Liga, die DEG ist klar auf Viertelfinal-Kurs.

18 glatte Siege gab es, das ist bei weitem kein Topwert und reicht nur für Rang sechs. Dafür geht die DEG auch selten ganz ohne Punkt in die Kabine. Die zehn glatten Niederlagen reichen für Rang drei in dieser Kategorie.

17 Mal dauerte ein Spiel länger als 60 Minuten. Niemand muss häufiger in Verlängerung oder gar Penaltyschießen als die DEG. Die Bilanz ist allerdings durchwachsen: Von den 17 Spielen gewann die DEG nur sieben.

73,0 Prozent beträgt die Punktequote der Düsseldorfer, wenn sie 1:0 in Führung gehen. Kassieren sie dagegen das erste Tor des Spiels, punkten sie nur noch in 44,4 Prozent der Spiele. Das Spiel wird zwar nicht mit dem ersten Tor entschieden, es ist in dieser engen Liga aber enorm wichtig.

66,6 Prozent der DEG-Spiele enden mit nur einem Tor Unterschied: 30 von 45. Auch das zeigt, warum das erste Tor so wichtig ist.

20 Tore hat die DEG mehr geschossen als kassiert (135:115). Das ist der drittbeste Wert der Liga, die Topteams aus Mannheim (+72) und München (+52) sind aber weit enteilt.

22 Tore beträgt die Differenz allein im letzten Drittel, der zweitbeste Wert der Liga. Lange Zeit war die DEG im Schlussabschnitt sogar das beste Team, erst zuletzt ließ sie etwas nach. Dennoch ist es auffällig, wie viele Spiele die DEG am Ende gewinnt. Die Bilanzen des ersten (-1) und des zweiten (+2) Drittels sind deutlich ausgeglichener.

41 Powerplay-Tore durften die Fans bereits bejubeln. Mehr hat kein anderes Team geschossen. Auch die gerade mal 21 kassierten Unterzahltore sind der Topwert der Liga. Auch wenn es nicht immer so aussieht: In Über- und Unterzahl ist die DEG eine Macht.

412 Strafminuten hat die DEG bislang kassiert. Kein Team ist fairer. Es gab noch keine einzige Fünf-Minuten-Strafe. Auch das ist ein Grund, warum die DEG so wenige Unterzahltore kassiert.

101,1 Prozent beträgt die Addition aus Fangquote der Torhüter und Schussquote der Feldspieler. Der Wert wird dazu verwendet, Aufwand und Ertrag eines Teams zu errechnen, andere sagen: den Glücksfaktor. Wer deutlich über 100 Prozent liegt, hat bessere Ergebnisse, als es die Spielanteile rechtfertigen würden. Die DEG ist mit 101,1 Prozent zwar klar über 100, das ist aber kein Mondwert, sie steht also zurecht auf dem vierten Rang.

91,6 Prozent der gegnerischen Schüsse wehren die DEG-Torhüter Mathias Niederberger und Fredrik Pettersson Wentzel ab, nur die Goalies vom Meister aus München sind besser. Die Trefferquote der Düsseldorfer Feldspieler (9,5 Prozent) ist allerdings nur der zehntbeste Wert der Liga.

51,1 Prozent Schussanteil hat die DEG bislang. Sie macht also eher das Spiel als ihre Gegner. Das reicht für Rang vier. Betrachtet man nur die Schüsse, die aufs Tor fliegen, ist die DEG mit 51,5 Prozent Fünfte. Beides gute Werte – Sorgen sollte allerdings der nächste Wert machen.

37,0 Prozent der Schüsse kommen aus der gefährlichen Zone direkt vor dem Tor, also nur jeder dritte Schuss. Das ist der schlechteste Wert der gesamten Liga. Die DEG tut sich schwer, in gute Schusspositionen zu kommen. Tabellenführer Mannheim beispielsweise feuert fast jeden zweiten Schuss (49,3 Prozent) aus dem so genannten Slot ab.

34,2 Prozent der gegnerischen Schüsse kommen aus der gefährlichen Zone. Was den vorherigen Wert relativiert. Die DEG ist überragend darin, die Gegner aus ihrem eigenen Slot herauszuhalten, in der Kategorie steht sie auf Rang eins der Liga.

3 Spieler der DEG sind unter den besten zwölf Scorern der Liga zu finden. Es ist die komplette Topreihe: Philip Gogulla (46 Punkte), Jaedon Descheneau (42) und Alexander Barta (40). Nur Krefeld ist mit drei unter den Top-Neun noch besser.

Mehr von Westdeutsche Zeitung