Düsseldorfer EG: Die DEG trennt sich von vier Spielern

Düsseldorfer EG : Die DEG trennt sich von vier Spielern

Stephan Daschners Zeit in Düsseldorf ist beendet. Am Donnerstag gab die DEG bekannt, dass sich die Wege des Vereins und ihres eigentlich so offensiv- und läuferisch starken Verteidigers trennen. Mit ihm gehen drei weitere Spieler.

Düsseldorf. Wenn es einen Spieler gibt, der die jüngere Geschichte der Düsseldorfer EG nahezu perfekt verkörpert, dann ist das Stephan Daschner. Positiv wie negativ. Als keiner mit ihm und dem Club rechnete, drehten beide groß auf: Die DEG — in den Jahren zuvor abgeschlagener Letzter der Deutschen Eishockey Liga — stürmte zwei Mal in Play-offs und sogar in die Champions League. Daschner — in den Jahren zuvor nur noch in der 2. Liga aktiv — wurde einer der Leistungsträger und schaffte es bis in die Nationalmannschaft. Doch als beide den nächsten Schritt gehen wollten, klappte nicht mehr viel. Die DEG wurde zwei Mal in Folge Elfter, Daschner erlebte Formschwankungen und Verletzungen und verpasste sowohl die Heim-WM 2017 als auch jüngst Olympia.

Nun ist Stephan Daschners Zeit in Düsseldorf beendet. Am Donnerstag gab die DEG bekannt, dass sich die Wege des Vereins und ihres eigentlich so offensiv- und läuferisch starken Verteidigers trennen. Das sei „für ihn und uns keine leichte Entscheidung“ gewesen, wird Geschäftsführer Stefan Adam in der Mitteilung zitiert, „aber die Analysen der abgelaufenen und der vorherigen Saison haben ergeben, dass ein Wechsel für beide Seiten zum jetzigen Zeitpunkt wohl das Beste ist. Möglicherweise gibt die Veränderung ihm neue Impulse.“

Daschner, 29, ist nicht der Einzige, von dem sich die DEG trennt. Das gilt auch für zwei weitere Verteidiger: Tim Conboy und Brandon Burlon. Conboy, 35, wurde wegen seiner Dauerverletzung bereits am letzten Spieltag offiziell verabschiedet. Burlon, 28, baute nach starkem Saisonbeginn — zwei Tore und eine Vorlage in den ersten vier Spielen — ebenso stark ab und hatte am Ende immer größere Probleme, die Scheibe aus der eigenen Zone zu bekommen. Dabei war er genau dafür aus der nordamerikanischen Farmteam-Liga AHL geholt worden. Folglich sagt Niki Mondt, der Sportliche Leiter der DEG: „Brandon Burlon ist ein positiver und sympathischer Typ. Aber insgesamt hat er unsere sportlichen Erwartungen leider nicht erfüllt.“

Für Alexej Dmitriev gilt das nicht. Der 32 Jahre alte Stürmer, der 2014 zur DEG kam und in der abgelaufenen Saison in der Topreihe mit Alexander Barta und Max Kammerer spielte, hätte durchaus in Düsseldorf bleiben können. Allerdings lehnte er das Vertragsangebot ab. Ob weitere Spieler, deren Papiere auslaufen, ein neues bekommen, steht noch in den Sternen. Laut der Mitteilung spricht die DEG derzeit mit Torhüter Dan Bakala, Verteidiger Henry Haase sowie den Stürmern Spencer Machacek, Eddi Lewandowski, Jeremy Welsh und Rob Bordson.

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